sonstige Sportarten
Ein Mann mit kreativen Chips

Mit Mut zu Experimenten, Beharrlichkeit und Konzentration hat Gerd Strehle Strenesse zur weltbekannten Designermarke gemacht. Seit er Mitte Juli den Vorstandsvorsitz der Strenesse AG abgegeben hat, hat sich sein Handicap deutlich verbessert.

Der Golfer Gerd Strehle lächelt entspannt. Gestern hatte er seinen großen Tag: 43 Punkte beim Porsche-Turnier in seinem Tegernseer Golfclub Bad Wiessee. "43 Punkte, das ist ein Traum." Damit hat er das Turnier gewonnen, sich fürs Finale in Düsseldorf qualifiziert - "aber da werd? ich wohl keine Zeit haben, schade." Gerd Strehle ist ein vielbeschäftigter Mann, der kann nicht so einfach mal für ein paar Tage wegfahren, nur um ein Golfturnier zu spielen.

Der Unternehmer Gerd Strehle ist der "kreative Markenkopf" der Modefirma Strenesse "und meine Frau Gabriele ist die Seele. Manche Leute sagen auch, sie sei das Herz und ich die Seele." Egal: Kopf, Herz und Seele zusammen haben jedenfalls aus dem Nördlinger Damenmantel- Unternehmen die einzige große deutsche Designermarke gemacht, die nach dem Rückzug von Jil Sander und Wolfgang Joop noch übrig geblieben ist. Eine Marke, die auch in Mailand und New York hoch geachtet wird.

Darauf ist Gerd Strehle stolz. So stolz wie auf seinen großen Sieg gestern, der dem sonst so zurückhaltenden Schwaben ein verschmitztes Lächeln auf die Lippen zaubert. Strehle ist einer, der zwar viel in der Öffentlichkeit zu sehen ist, den man kennt, aber keiner, der sich ständig vor jedes Mikrofon drängt. Dafür hat das, was er sagt, Hand und Fuß.

Was er und seine Frau geschafft haben, hat sonst keiner in Deutschland geschafft. Deutschland war in der internationalen Textilbranche vielleicht für Qualität bekannt, aber ganz bestimmt nicht fürs Design. Und dazu noch den wirtschaftlichen Erfolg mit über 85 Millionen Euro Jahresumsatz zu gesellen, das gebietet schon gehörigen Respekt.

Es war ein langsamer, überlegter Aufstieg vom langweiligen Familienunternehmen zur Modeinstitution. "Strehle haben die Leute gekauft,wenn sie halt eine Hose und einen Blazer brauchten, das war so was wie der DKW bei den Autos." Strenesse ist zwar inzwischen eine Aktiengesellschaft, aber immer noch 100-prozentig in Familienbesitz. Der golferische Triumph des 64-jährigen Gerd Strehle kommt nicht von ungefähr. Sein entspanntes Lächeln ist Ausdruck einer tieferen inneren Zufriedenheit. Gerd Strehle und seine Frau haben eine Entscheidung getroffen und vollzogen, die sie lange abgewägt und geplant haben. Am 15. Juli ist Strehle vom Vorstandsvorsitz der AG zurückgetreten, hat das Zepter in die Hände von Peter Kappler gegeben und ist jetzt "nur" noch Generalbevollmächtigter in der eigenen Firma.

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