Einen Tag vor dem Tour-Start gibt sich Jan Ullrich im Interview zuversichtlich
Ullrich: „Ich werde alles versuchen“

Auch mit einer Portion Wehmut blickt Jan Ullrich auf den baldigen Tour-Abschied des Dominators Lance Armstrong. Doch vorher wird er ein letztes Mal in die Rolle des ewigen Rivalen schlüpfen. „Lance hat auch Schwächen gezeigt“, sagt der T-Mobile-Kapitän im Interview.

HB FROMENTINE. An diesem Samstag beginnt die 92. Tour de France. Wie ist Ihre Form?
Ullrich: "Hoffentlich gut. Ich bin optimal vorbereitet. In diesem Jahr hat alles prima geklappt, es gab keine Krankheiten. Zudem haben wir ein sehr gutes Team. Ich freue mich, dass es nun los geht. Ich fühle mich wohl, gesund und bin gut drauf."

Ihr Dauer-Rivale wird nach der diesjährigen Tour seine Karriere beenden. Ist die letzte Chance, Lance Armstrong zu schlagen, eine besondere Motivation für Sie?
Ullrich: "Für alle ist es eine große Motivation, den großen Lance zu schlagen - insbesondere für mich. Ich werde alles versuchen, um das zu schaffen. Er ist der große Favorit, aber auch der Gejagte."

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Armstrong keine Fehler macht. Gibt es dennoch Schwächen?
Ullrich: "Ich glaube, dass er auch in diesem Jahr sehr stark sein wird. Ansonsten hätte er es nicht riskiert, an den Start zu gehen. Aber auch er hat Schwächen, und er wenn er sie zeigt, werden wir das nutzen. Neues Jahr, neue Chance."

Sie haben sich diverse denkwürdige Duelle mit Armstrong geliefert. Werden Sie ihn in Zukunft vermissen?
Ullrich: "Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Aber die gesamte Radsport-Szene wird ihn vermissen, weil er der Dominator der letzten Jahre war. Wenn er ein großes Abschlussfest gibt, bin ich hoffentlich eingeladen. Dann wird da schon einmal eine Träne rollen."

In Klöden und Winokurow haben Sie zwei Mitstreiter an ihrer Seite, die schon auf dem Tour-Podium standen. Ist das die stärkste Mannschaft, mit der Sie jemals an den Start gegangen sind?
Ullrich: "Wir haben ein Top-Team beisammen und uns in diesem Jahr für eine andere Linie entschieden. Durch den Verzicht auf Erik Zabel treten wir diesmal ohne Sprinter an, setzten voll auf die Gesamtwertung. Damit haben wir auf die Diskussionen der vergangenen Jahre reagiert. Wir sind gewappnet."

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