Eingeschränkt sportfähig
Landis schwer gehandicapt

Obwohl Floyd Landis vermutlich von jedem Orthopäden für eingeschränkt sportfähig erklärt werden könnte, fährt der US-Amerikaner bei der Tour de France um den Sieg mit. Nach einem Sturz im Januar 2003 leidet der 30-Jährige an einem Hüftschaden, dessen Folgen sich ständig verschlimmert haben.

HB BORDEAUX. Floyd Landis wandelt klammheimlich auf Lance Armstrongs Spuren. Während T-Mobile mit Sergej Gontschar das Gelbe Trikot holte und in Michael Rogers, Patrik Sinkewitz sowie Andreas Klöden weitere drei Fahrer unter den besten Sechs des Gesamtklassements stellt, ist der ehemalige Helfer des Tour-Rekord- Siegers der Beste vom Rest. Allerdings fährt Landis mit einem großen Handicap, über das er am Tour-Ruhetag in Bordeaux zum ersten Mal sprach. Im Januar 2003 verletzte er sich bei einem Sturz die Hüfte. Über ein Jahr danach wurde eine Knochenzersetzung diagnostiziert. Nach der Saison soll der US-Profi mit dem merkwürdigen Zeitfahr-Stil operiert werden und vielleicht sogar ein künstliches Gelenk erhalten, gab er am Montag bekannt.

Der Amerikaner hat als Zweiter derzeit nur eine Minute Rückstand auf Gontschar und galt bis zu seiner Beichte als Favorit Nummer eins auf den Gesamtsieg der 93. Tour de France. Der 36-jährige Ukrainer in Bonner Diensten darf sich ohnehin vermutlich nur als Spitzenreiter auf Zeit fühlen. Inwieweit die Story über sein Leiden auch zu einer perfiden Pokerparty gehören könnte, wird man spätestens auf der ersten Pyrenäen-Bergetappe am Mittwoch merken. "Wer im Zeitfahren trotz eines Schadens am Rad noch Zweiter wird, kann eigentlich keine gravierenden Probleme haben", meinte T-Mobile-Sportdirektor Mario Kummer am Montag.

"Nein, die Präsenz der vielen T-Mobile-Fahrer neben mir im Gesamtklassement stresst mich nicht", hatte der ehemalige Mountainbiker vor dem Ruhetag erklärt. In diesem Jahr unterstrich Landis seine Siegambitionen bei der Frankreich-Rundfahrt schon im Frühjahr, als er die Kalifornien-Rundfahrt, die Tour of Georgia und Paris-Nizza gewann. Beim ersten von zwei Einzelzeitfahren der Tour in Rennes wurde der Neunte des Vorjahres Zweiter und gehörte zu den wenigen Favoriten, die der Erwartungshaltung gerecht wurden.

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