Eishockey DEB-Pokal
Adler und Haie greifen nach dem Pokal

Im Finale des deutschen Eishockey-Pokals trifft Top-Favorit Adler Mannheim heute (19.30 Uhr/live bei Premiere) in der heimischen SAP-Arena auf die zuletzt wiedererstarkten Kölner Haie.

Auf den rheinischen Karneval mussten die Kölner Haie in diesem Jahr verzichten. Training statt Rosenmontagszug hieß es für den achtmaligen Meister, der heute (19.30 Uhr/live bei Premiere) im Pokalfinale bei den Mannheimer Adlern den ersten Titel der Saison gewinnen will. Bei den Kurpfälzern dagegen gab Trainer Greg Poss seinen Profis am Montag frei, der Höhepunkt der Mannheimer Fastnacht mit dem Umzug am Sonntag war aber ohnehin schon vorbei.

Wenn schon der Karneval ausfällt, soll es sich für die Haie zumindest lohnen. "Den Pokal wollen wir unbedingt", sagte Manager Rodion Pauels vor der Neuauflage des Endspiels von 2003, das die Adler 5:4 gewonnen hatten, und betonte: "Das ist ein sehr wichtiges Spiel."

Poss will seinen ersten Titel

Diese Einschätzung teilt auch Mannheims Coach Poss: "Wir haben hart gearbeitet, um so weit zu kommen, jetzt wollen wir auch das Finale gewinnen." Der US-Amerikaner, der 2005 als Bundestrainer mit der deutschen Nationalmannschaft aus der A-Gruppe abstieg und in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nie weiter als bis ins Viertelfinale kam, kann endlich seinen ersten Titel gewinnen. "Für mich persönlich ist das zweitrangig", behauptete Poss, "der Erfolg der Mannschaft steht an erster Stelle."

Anders als etwa Meister Eisbären Berlin, der ohne seine Leistungsträger antrat, nahm der Ex-Bundestrainer den von vielen belächelten Wettbewerb ernst. "Bei uns haben immer Einstellung und Aufstellung gestimmt", betonte Poss. Auch finanziell soll sich der zweite Pokaltriumph nach 2003 lohnen: Die Prämie von 25 000 Euro soll komplett an die Spieler ausgezahlt werden.

Der Pokal, dessen sportlicher Wert seit seiner Einführung 2003 weiter umstritten ist, soll aber nur die erste Belohnung für Poss und die Mannheimer sein. Denn der ungleich wichtigere Titel ist zwei Monate später vorgesehen. Die sechste deutsche Meisterschaft ist das erklärte Ziel des Branchenführers, der die Liga souverän dominiert.

Warnschuss in Augsburg

Einen Warnschuss erhielten die Mannheimer aber bei der Generalprobe für das Finale. Beim Tabellenvorletzten Augsburger Panther verlor der Tabellenführer am Sonntagabend überraschend 0:4. "Wir hätten wohl auch fünf Drittel spielen können und hätten kein Tor geschossen", schimpfte Manager Marcus Kuhl nach der höchsten Saisonniederlage: "Das erste Drittel haben wir total verschlafen." Auch Poss war unzufrieden. "Wir hatten Glück, dass wir nach dem ersten Drittel nur 0:2 hinten lagen", meinte der 41-Jährige und bemängelte: "Augsburg hatte die größere Bereitschaft als wir."

Erfolgreicher verlief die Kölner Generalprobe. Beim 3:2 bei den Frankfurt Lions zeigten sich die Haie gut erholt von der 0:1-Pleite im 174. rheinischen Derby am Freitag bei den DEG Metro Stars. "Die drei Punkte sind ganz wichtig für die Moral und für das Pokalfinale", meinte Trainer Doug Mason, der am Dienstag wie schon zuvor in den Cup-Spielen Nationaltorwart Oliver Jonas den Vorzug vor Stammgoalie Adam Hauser gibt.

© SID

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