Eishockey DEL
Adler Mannheim legen gegen Berlin Bruchlandung hin

Meister Adler Mannheim verlor auch sein zweites Saisonspiel gegen die Eisbären Berlin mit 3:6. Tabellenführer sind nach einem 10:9 in Iserlohn, dem torreichsten Spiel der DEL-Geschichte, die Nürnberg Ice Tigers.

Die Adler Mannheim sind mit einer Bruchlandung in die Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gestartet. Der Titelverteidiger verlor zwei Tage nach der 2:4-Niederlage bei den DEG Metro Stars auch die Heimpremiere gegen Ex-Meister und Titelaspirant Eisbären Berlin 3:6 (2:2, 1:0, 0:4).

Die Tabellenführung übernahm nach dem zweiten Spieltag Vizemeister Nürnberg Ice Tigers, der sich nach dem 4:1 gegen die Füchse Duisburg im torreichsten Spiel der DEL-Geschichte mit 10:9 (5:2, 1:4, 4:3) bei den Iserlohn Roosters durchsetzte. Zwei Dreier in den ersten beiden Partien verbuchte auch Außenseiter Straubing Tigers. Das Team von Coach Erich Kühnhackl, feierte einen überraschenden 3:2 (2:0, 1:1, 0:1)-Erfolg bei den Hamburg Freezers.

Köln lässt Federn in Wolfsburg

Einen Punkt weniger auf dem Konto haben die Frankfurt Lions, die dem 3:2 nach Verlängerung in Hannover ein 3:2 (1:1, 1:1, 1:0) gegen die Krefeld Pinguine folgen ließen. Den Sprung an die Spitze verpassten die Kölner Haie, die beim 3:4 (3:0, 0:2, 0:2) beim Aufsteiger EHC Wolfsburg eine 3:0-Führung verspielten.

Der erste Saisonsieg gelang den Hannover Scorpions. Die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Hans Zach setzte sich mit 4:2 (2:1, 2:0, 0:1) bei den Augsburger Panthern durch. Auch der ERC Ingolstadt feierte mit 4:3 (1:2, 1:0, 1:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen beim EV Duisburg den ersten Erfolg.

Müllers Paraden reichen Mannheim nicht

Vor 12 067 Zuschauern in Mannheim erwischten die Berliner in ihrem ersten Saisonspiel den besseren Start. Durch Andre Rankel nach schöner Vorarbeit von Florian Busch (2.) sowie den Ex-Mannheimer Nate Robinson (17.) gelang den Eisbären zweimal die Führung. Doch Tomas Martinec (10.) und Eduard Lewandowski (17.) glichen jeweils in Überzahl für die Gastgeber aus.

Im zweiten Drittel verhinderte Nationaltorwart Robert Müller, der beim zweiten Gegentor noch schlecht ausgesehen hatte, bei insgesamt acht Minuten Überzahl für Berlin mit mehreren starken Paraden einen Rückstand für den Meister, ehe Christoph Ullmann die Adler erstmals in Führung brachte (35.). "Robert hat einige wahnsinnige Dinger rausgeholt, er ist ein großer Rückhalt", lobte Ullmann den Goalie, der für den am Freitag schwachen US-Amerikaner Adam Hauser zwischen den Pfosten stand.

Nach dem 3:3 durch den starken Sven Felski (42.) besiegelte Mark Beaufait kurz vor Schluss die zweite Saisonniederlage für den deutschen Meister. Der US-Amerikaner ließ nach einem Traumpass von Nationalspieler Frank Hördler Adler-Goalie Müller keine Chance (57.). In der vorletzten Minute scheiterte Beaufait noch mit einem Penalty, doch Alexander Weiß und Stefan Ustorf sorgten mit Schüssen ins leere Tor für die Entscheidung (beide 60.). "Unsere Führungsspieler haben die Jungen mitgerissen", lobte Berlins neuer Trainer Don Jackson.

Kurioses Spiel in Iserlohn

In Iserlohn führten die "Eistiger" in einem kuriosen Spiel bereits nach 14 Minuten durch Tore von Scott King (2.), Petr Fical (3.). Ahren Spylo (8.), Greg Leeb (13.) und Andre Savage (14.) mit 5:1. Bob Wren (38., 39.) schloss mit einem Doppelschlag (38., 39.) eine furiose Aufholjagd zum 6:6 ab. Im Schlussabschnitt wechselte die Führung ständig, erst Ahren Spylo (59.) sorgte mit seinem dritten Tor des Spiels und dem fünften der Saison für die Entscheidung.

In Hamburg brachten Josef Lehner (14.), Josef Menauer (18.) und Christian Retzer (28.) Straubing, den Aufsteiger des vergangenen Jahres, vor 8 889 Zuschauern 3:0 in Führung. Den Gastgebern gelang nur noch durch Marcus Sommerfeld (34.) und Brad Smyth (58.) der Anschluss.

Wie der sichere Sieger sahen die Haie in Wolfsburg bereits nach zehn Minuten und Toren von Philip Gogulla (5.), Daniel Rudslätt (6.) und Sean Tallaire (10.) aus. Doch Tim Regan (23., 28.) brachte den Aufsteiger mit einem Doppelschlag ins Spiel zurück. Michael Henrich (53.) und Chad Wiseman (54.) drehten dann die Partie noch zu Gunsten des Aufsteigers.

© SID

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