Eishockey DEL
Busch bereut verpasste Dopingprobe

Eishockey-Nationalspieler Florian Busch hat sich für seine verweigerte Dopingprobe öffentlich entschuldigt. "Ich habe Riesen-Scheiße gebaut", sagte der Stürmer in Berlin.

Nationalspieler Florian Busch bereut seine verweigerte Dopingprobe und hat sich dafür nun auch öffentlich geäußert. "Ich will mich bei vielen Leuten entschuldigen, besonders bei den Eisbären. Ich habe Riesen-Scheiße gebaut", sagte der Stürmer der Eisbären Berlin einen Tag, nachdem er mit einer Geldstrafe davongekommen war, bei einem Pressegespräch in Berlin.

Für die Zukunft gelobte der 23-Jährige Besserung: "Ich werde jetzt die Lehre daraus ziehen und künftig mehr Verantwortung übernehmen. Ich habe begriffen, dass ich eine Vorbildrolle innehabe, auch für acht bis zehn Jahre alte Schüler", meinte Busch, der am 6. März die unangemeldete Kontrolle zunächst verweigert, sie aber wenige Stunden später nachgeholt hatte.

"Ich hatte das alles nicht so ernst genommen und war deshalb stur. Es war bereits die sechste Kontrolle in der Saison. Ich dachte, was habe ich eigentlich verbrochen, dass sie ständig zu mir kommen", erklärte der Nationalspieler die Situation. Busch akzeptierte die Strafe "voll" und erklärte, den Fehler "nicht noch einmal" begehen zu wollen.

Der DEB hatte den Berliner Nationalspieler am Dienstag nach seiner verweigerten Dopingkontrolle vom 6. März nur öffentlich verwarnt. Zudem verurteilte das "DEB Missed Test Policy Gremium" unter Vorsitz des DEB-Vizepräsidenten Uwe Harnos den 23-Jährigen zu 5 000 Euro Geldstrafe und 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit in einem Verein.

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) sieht jedoch einen verweigerten Test, der wie eine positive Probe mit zwei Jahren Sperre zu ahnden ist. Sie will das DEB-Urteil nicht anerkennen, sondern Rechtsmittel einlegen, das Bundesministerium des Inneren informieren und die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) anrufen.

© SID

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