Eishockey DEL
DEG überrascht - Haie gewinnen Rekordspiel

Die DEG Metro Stars haben im Play-off-Viertelfinale einen 2:1-Sieg bei den Nürnberg Ice Tigers gelandet. Die Kölner Haie siegten im Rekordspiel gegen die Adler Mannheim.

Die Kölner Haie und Meister Adler Mannheim haben am Samstag möglicherweise einen deutschen Eishockey-Rekord für die Ewigkeit aufgestellt. Nach schier unglaublichen 168 Minuten und 16 Sekunden stand am späten Samstagabend vor 16 869 Zuschauern in der Kölnarena erst der Sieger im nun längsten Spiel des deutschen Eishockeys fest: 6:45 Stunden nach dem ersten Bully um 17.30 Uhr erzielte Philipp Gogulla das vielumjubelte Siegtor für Köln zum 5:4 (3:1, 1:1, 0:2, 0:0, 0:0, 0:0, 0:0, 0:0, 1:0) in der sechsten Verlängerung.

Köln übernimmt die Führung

In der Viertelfinal-Play-off-Serie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nach dem Modus best of seven übernahm Köln vor Spiel vier am Ostermontag die 2:1-Führung. Am vergangenen Donnerstag hatten die Iserlohn Roosters in der dritten Verlängerung und nach insgesamt 117:45 Minuten durch den entscheidenden Treffer von Torjäger Michael Wolf mit 3:2 gegen die Frankfurt Lions gewonnen. In Köln wurde diese Bestmarke um 22.11 Uhr geknackt. In der nordamerikanischen Profiliga NHL datiert die Play-off-Rekordmarke vom 24. März 1936, als die Detroit Red Wings in der sechsten Verlängerung und insgesamt 176:30 Minuten 1:0 gegen die Montreal Maroons gewannen.

Das Spiel in Köln stellte das weitere Programm in den Schatten, so auch den überraschenden 2:1 (0:1, 2:0, 0:0)-Sieg der DEG Metro Stars beim Topfavoriten Nürnberg Ice Tigers. Das Düsseldorfer Team von Trainer Lance Nethery führt in der Serie nunmehr mit 2:1 und hat dem Vorrunden-Meister zudem den Heimvorteil genommen. Bereits am Ostermontag geht es bei allen Viertelfinalduellen weiter.

Zwei Tage nach dem 7:4 in der Hansestadt machte der Vorrunden-Zweite Eisbären Berlin unterdessen bereits im ersten Drittel alles klar, feierte einen 6:1 (5:0, 1:0, 0:1)-Sieg gegen die Hamburg Freezers und übernahm in der Serie die 2:1-Führung.

Die Marathonmänner aus Frankfurt und Iserlohn gingen auch in ihrem dritten Spiel in die Verlängerung. Doch anders als vor zwei Tagen erzielte Ryan Ready nach 42 Sekunden der ersten Verlängerung in Überzahl das entscheidende Tor zum 4:3 (1:0, 1:2, 1:1, 1:0) der Roosters in Frankfurt und sorgte für das 2:1 in der Serie.

In Köln ließ der Meister sich nicht lange bitten. Nach nur 31 Sekunden traf Blake Sloan. Doch die Haie schlugen durch die Tore von Sebastian Furchner (2.), Mats Trygg (7.) und Kai Hospelt (10.) zurück. Mannheim blieb aber dran und kam in Unterzahl durch den ehemaligen NHL-Legionär Sven Butenschön (23.) zum Anschluss. Furchner sorgte mit seinem zweiten Tor für das zwischenzeitliche 4: zwei (35.) ehe der ehemalige Kölner Eduard Lewandowski (44.) und Pascal Trepanier (57.) Mannheim in die Overtime retteten. Danach ging die Rekord-Jagd los.

DEG-Goalie Jamie Storr überragend

In Nürnberg schien zunächst alles nach Plan zu laufen. Die Gastgeber gingen durch Florian Keller bereits nach 116 Sekunden in Führung. Doch weitere Treffer des zweitbesten Angriffs der Vorrunde verhinderte vor allem der überragende DEG-Goalie Jamie Storr. Und das zahlte sich im zweiten Durchgang aus. Patrick Reimer in Überzahl (31.) und Peter Boon (32.) drehten innerhalb von 58 Sekunden den Spieß um.

In Berlin erlebten die Gäste aus der Hansestadt im ersten Durchgang ein Debakel. Brandon Smith (2.), Florian Busch (8.), Denis Pederson (11.) und Deron Quint (15.) sowie Richard Müller (17. ) in Unterzahl trafen für die Eisbären. Mark Beaufait (28.) setzte im Mittelabschnitt noch einen drauf. Peter Sarno (51.) brachte die Freezers, die zum Auftakt des Viertelfinales in Berlin 4:2 gewonnen hatten, dann wenigstens auf das Scoreboard.

Iserlohn erwischte in Frankfurt den besseren Start. Jimmy Roy (14.) brachte die Roosters, die den Marathon 3:2 gewonnen hatten, in Führung. Diese baute Pat Kavanagh (25.) sogar aus. Doch Frankfurt glich durch Richie Regehr (8.) und Jason Young (11.) innerhalb kürzester Zeit aus. Zum Auftakt des Schlussabschnitts brachte erneut Kavanagh (43.) die Gäste in Führung. Doch Chris Armstrong rettete die Hessen in Unterzahl mit seinem Tor in die Verlängerung.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%