Eishockey DEL
DEG und Adler stoßen Halbfinal-Tür weit auf

Die DEG Metro Stars und die Adler Mannheim stehen mit mehr als einem Bein im Play-off-Halbfinale der DEL. Das Duo gewann auch die dritte Viertelfinal-Partie und braucht in der "best-of-seven"-Serie nur noch einen Sieg.

Bereits nach drei Partien des Viertelfinals der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) steht ein Duo mit einem Bein in der Vorschlussrunde. Die DEG Metro Stars und die Adler Mannheim haben ihre weiße Weste behalten und führen in der "best-of-seven"-Serie mit 3:0. Die Sinupret Ice Tigers Nürnberg dagegen konnten durch einen Heimsieg gegen Hannover auf 1:2 verkürzen. Auch die Kölner Haie müssen nach der ersten Niederlage in Ingolstadt zittern.

Vorrundenmeister Mannheim feierte am Dienstagabend einen 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)-Erfolg gegen die Frankfurt Lions und kann am kommenden Freitag (19.30 Uhr) in der Bankenmetropole den 4:0-"Sweep" perfekt machen. Die ersten beiden Duell gegen die Lions hatten die Mannheimer mit 4:3 nach Verlängerung und 6:2 gewonnen.

Dramatischer war es für Düsseldorf, nach 2:14 Minuten der Overtime erzielte Darren van Impe das Tor zum 5:4 (0:0, 1:1, 3:3, 1:0) gegen die Hamburg Freezers und bescherte den dritten Erfolg nach dem 3:2 und dem 4:0 zuvor.

Nürnberg dreht Zwei-Tore-Rückstand

Siege feiern konnten zwei Verlierer der ersten beiden Runden. So kam der Vorrundendritte Nürnberg Ice Tigers zu einem ungefährdeten 3:0 (0:0, 1:0, 2:0) gegen die Hannover Scorpions, die die ersten beiden Duell 5:3 und 3:2 gewonnen hatten. Und der ERC Ingolstadt drehte einen frühen 0:2-Rückstand um und kam mit dem 6:2 (1:2, 1:0, 4:0) gegen die Kölner Haie zum ersten Sieg. Die Haie hatten die ersten beiden Spiele dominiert (5:1, 4:1).

Erfreulich war, dass sich am Dienstagabend nach den Rassismusvorwürfen gegen den Hamburger Marc Beaucage und der Strafzeiten-Flut beim 4:0 der DEG bei den Freezers weitestgehend auf Eishockey konzentriert wurde. Lediglich in Ingolstadt ging dreieinhalb Minuten vor dem Ende des ersten Drittels eine Plexiglasscheibe zu Bruch. Das Drittel wurde für die Reparatur sofort beendet, die dreieinhalb Minuten dann zu Beginn des zweiten Durchgangs nachgeholt. Im turbulenten Schlussdrittel erhielt Kölns Lasse Kopitz nach einem Stockschlag zunächst eine Fünf-Minuten- und danach eine Spieldauerdisziplinar-Strafe.

Francois Bouchard in doppelter Überzahl nach drei Minuten im Eröffnungsdurchgang und Colin Forbes zu Beginn des zweiten Abschnitts (23.) ebneten mit ihren Toren den dritten Erfolg der Mannheimer, die nach dem holprigen Auftakt nun immer souveräner wirken. Für Frankfurt traf Michael Hackert (49.).

Van Impe lässt Düsseldorf jubeln

In Düsseldorf brachte Andy Schneider die Hausherren nach torlosem ersten Dritten in Führung (38.). Doch die Gäste nutzen zwei 5:3-Powerplay-Situationen durch die Tore von Alexander Barta (39.) und Brad Smyth (42.) eiskalt aus. Die DEG steckte den Schock weg und kam durch Charlie Stephens (48.) zum Ausgleich. Hamburgs Christoph Brandner nutzte wenig später dann ein Powerplay (51.) zur erneuten Führung. Jeff Panzer (54.) und Patrick Reimer (55.) drehten den Spieß zugunsten des Favoriten erneut um, doch Fortier gelang umgehend der Ausgleich (56.). In der Verlängerung sorgte dann van Impe für großen Jubel.

In Nürnberg dominierten die Gastgeber von Beginn an und kamen durch Petr Fical im Powerplay (33.), Justin Mapletoft (47.) und Scott King erneut in Überzahl (50.) zum verdienten Sieg.

Köln hatte in Ingolstadt durch Tore von Daniel Rudslätt (3.) und Aaron Gavey (17.) bereits den dritten Sieg vor Augen. Doch nur 17 Sekunden nach Gaveys Tor sorgte John Tripp für den Ingolstädter Anschluss. Robert Valicevic (32.) nutzte ein 5:3-Powerplay zum 2:2, Björn Barta (47.), Michael Waginger (57.) und Chris Schmidt (58.) bei 5:3-Überzahlspielen sowie erneut Valicevic (60.) sorgten für einen Kantersieg.

© SID

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