Eishockey DEL
DEL-Halbfinals beginnen heute

In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) stehen ab heute die Halbfinals im "best-of-five"-Modus auf dem Programm. Berlin trifft auf Düsseldorf, Köln misst sich mit Frankfurt.

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) geht in entscheidende Phase. Ab heute (19.30 Uhr/live bei Premiere) beginnen die Halbfinals zwischen den Eisbären Berlin und den DEG Metro Stars aus Düsseldorf sowie den Kölner Haien und den Frankfurt Lions.

Als eine Art "Haie-Filiale" will Frankfurt, der Meister von 2004, der erstmals in der DEL-Historie einen 1:3-Rückstand in der Serie mit drei Siegen hintereinander umbiegen konnte, in der heute beginnenden Vorschlussrunde den favorisierten Domstädtern ein Bein stellen. Im zweiten Halbfinale im Modus "best-of-five" empfängt der Vorrundenzweite Eisbären Berlin die DEG Metro Stars.

"Ein ganz normaler Gegner für mich"

Lions-Trainer Rich Chernomaz, ebenso wie Manager Dwayne Norris und Spieler Jason Young beim letzten Kölner Meistertitel 2002 in Diensten der Rheinländer, spielte die besondere Bedeutung der Begegnung herunter. "Das ist ein ganz normaler Gegner für mich. Die Vergangenheit zählt nicht mehr", sagte der Kanadier und schob seinem Ex-Klub die Favoritenrolle zu: "Sie sind wegen des Heimrechts und der spielfreien Tage klar im Vorteil."

Auch Norris, der vor sechs Jahren bei allen drei Erfolgen gegen die Adler Mannheim den Siegtreffer erzielt hatte, schenkte weniger seiner Reise in die Vergangenheit als der Chance auf den Titel Beachtung: "Wir sollten nicht in zu viel Euphorie baden, sondern die Konzentration hochhalten. Es gibt selten genug die Möglichkeit, in ein Meisterschaftsfinale einzuziehen."

Kraftakt in den Knochen

Es ist allerdings fraglich, ob die Hessen nach den strapaziösen sieben Partien gegen Iserlohn den ausgeruhten Kölnern genügend entgegenzusetzen haben. "Das war die härteste Play-off-Serie in meiner Trainerkarriere", so Chernomaz. Die Frankfurter sahen nach einem 1:3-Rückstand - darunter die Niederlage im zweiten Spiel nach 117 Minuten - bereits wie der sichere Verlierer aus. Norris: "Das Team hat unglaublichen Charakter gezeigt."

Zudem zahlte sich am Ende auch der tiefer besetzte Frankfurter Kader aus. Vor allem die noch in der Vorrunde überragenden Iserlohner Michael Wolf (Torschützenkönig) und Robert Hock (Scorerkönig) wirkten zuletzt überspielt und blieben wirkungslos.

"Wir waren ziemlich platt, denn wir haben oft nur mit drei Reihen gespielt. Das war wohl der Knackpunkt", sagte Nationalstürmer Wolf. Dennoch können die Sauerländer die Saison als großen Erfolg verbuchen. Coach Rick Adduono, dessen Vertrag ausläuft, kündigte an, bleiben zu wollen. In den kommenden zwei Wochen will der Klub eine Entscheidung bekanntgeben.

Dreifaches Comeback bei den Eisbären

Unterdessen schöpfen die Eisbären Berlin vor dem Duell gegen Düsseldorf vor allem durch die Rückkehr dreier Routiniers Hoffnung. Steve Walker (35 Jahre), Sven Felski (33) und Dennis Pederson (32) meldeten sich nach ihren Knieverletzungen wieder fit. "Dadurch ist unsere Mannschaft unausrechenbarer, aber nicht unschlagbar", meinte Stürmer Stefan Ustorf.

Eisbären-Coach Don Jackson, der die Metro Stars 2006 zur Vizemeisterschaft und zum Pokalsieg geführt hatte, glaubt an ein enges Duell: "Beide Mannschaften kennen sich sehr gut und wissen, worauf es in den Play-offs ankommt." DEG-Coach Lance Nethery sieht sein Team dagegen als Außenseiter: "Aber wir haben im Viertelfinale Nürnberg überrascht, das wollen wir jetzt auch gegen Berlin tun."

© SID

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