Eishockey DEL
DEL-Klubs wieder heiß aufs Eis

Keine Absteiger, anderer Play-off-Modus: Die DEL wartet zur heute mit dem Duell Köln gegen Hannover beginnenden neuen Saison mit einigen Neuerungen auf. Die Favoriten tragen dagegen wieder die bekannten Namen.

Mit zahlreichen Neuheiten und den üblichen Verdächtigen im Kampf um den Titel geht die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) in ihre 13. Saison. Während Rekordchampion Adler Mannheim, Vizemeister DEG Metro Stars in seinem neuen Domizil und Titelverteidiger Eisbären Berlin ab Freitag den 87. deutschen Meistertitel anpeilen, muss sich Eishockey-Legende Erich Kühnhackl beim Debüt als DEL-Trainer keine Sorgen machen. Der Rekordtorschütze der deutschen Nationalmannschaft kann mit Aufsteiger Straubing Tigers gar nicht absteigen.

Wer von meinen Spielern jetzt denkt, er kann mit halber Kraft spielen, dem mache ich Beine", sagt der einstige Weltklassestürmer, der die Abschaffung des sportlichen Auf- und Abstiegs mit gemischten Gefühlen sieht: "Für die Liga und den Klub ist das eine Hilfe, es gibt Planungssicherheit. Aber für den Trainer ist es keine Hilfe." So muss Kühnhackl, der vom Zweitligisten Eisbären Regensburg zum DEL-Aufsteiger wechselte, seine Profis bei der Ehre packen: "Wir wollen nicht Letzter werden."

Kein Abstiegskampf mehr

Weil der Abstiegskampf der Vergangenheit angehört, stockte die DEL die Play-offs um eine Qualifikationsrunde auf. Damit sollen auch die Klubs im unteren Tabellendrittel möglichst lange ein realistisches sportliches Ziel vor Augen haben. Die Teams auf den Rängen sieben bis zehn spielen die letzten beiden Viertelfinaltickets aus.

"Durch die Vor-Play-offs wird die Zahl der Mannschaften, die Meister werden können, noch größer", meint Kühnhackl, der das Rennen um die Viertelfinalplätze aber nur als Zuschauer verfolgen wird. Ganz oben wird - wie fast immer in den zwölf vorangegangenen DEL-Spielzeiten - Rekordmeister Mannheim erwartet. "Die Adler sind hervorragend vorbereitet und zielstrebig verstärkt", sagt Bundestrainer Uwe Krupp über den Branchenführer, der mit acht Mill. Euro den größten Etat der Liga hat.

Erstmals seit der völligen Öffnung der Liga 1997 in Folge des Bosman-Urteils hat sich der Anteil der deutschen Spieler in der DEL allerdings wieder verringert. 206 der 348 Profis, die bei den Klubs zum Saisonstart unter Vertrag stehen, also 59 Prozent, haben einen deutschen Pass - vor einem Jahr waren es noch 61 Prozent.

Nur noch 59 Prozent mit deutschem Pass

Der Grund: Die DEL hat die Ausländerquote - wie schon im Vorjahr - nicht weiter reduziert. Zwölf Legionäre dürfen bei jedem Klub unter Vertrag stehen, elf pro Spiel eingesetzt werden. Ursprünglich sollte die Grenze schon bis 2006 auf zehn abgesenkt werden. "Man muss auch genug deutsche Spieler haben, die die nötige Qualität haben, um das Niveau der Liga zu halten", gibt Krupp zu bedenken.

Sie laufen ab Sonntag in einem weiteren neuen Eistempel auf. Dann beginnt für die DEG nach ihrem Abschied von der Brehmstraße im 72 Mill. teuren und 13 400 Zuschauer fassenden ISS Dome im Düsseldorfer Stadtteil Rath eine neue Zeitrechnung. Im achten Hallenneubau der Liga seit 1998 will der Altmeister an die Erfolge er Vergangenheit anknüpfen - mit neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten und einem von 6,3 auf 7,0 Mill. Euro aufgestockten Budget.

© SID

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