Eishockey DEL
Duisburg und Hegen gehen getrennte Wege

Nach fünf gemeinsamen Jahren hat sich DEL-Schlusslicht Füchse Duisburg von Trainer Dieter Hegen getrennt. "Es war der richtige Zeitpunkt, einen Schnitt zu machen", sagte der 290-malige Nationalspieler.

Nach dem Fehlstart in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat Schlusslicht Füchse Duisburg die Reißleine gezogen und sich von Trainer Dieter Hegen getrennt. "Es war der richtige Zeitpunkt, einen Schnitt zu machen", sagte der 290-malige Nationalspieler, nachdem er sich mit Klubchef Ralf Pape auf "eine einvernehmliche Vertragsauflösung" geeinigt hatte, dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Grund für den ersten Trainerwechsel der neuen Saison war nicht nur die magere Bilanz des Tabellenletzten mit nur einem Sieg und insgesamt fünf Punkten aus zehn Spielen, sondern auch der nicht DEL-taugliche Kader der Füchse. "Ich habe keine Möglichkeiten mehr gesehen, wenn wir nicht neue Spieler bekommen", erklärte Hegen.

"Der Kader ist einfach zu dünn"

Vor der Saison sei ihm versprochen worden, nach Ende der Trainingscamps in der NHL noch zwei oder drei spielstarke Ausländer zu verpflichten. "Wir haben nur ein kleines Budget. Die Spieler, die wir wollten, waren zu teuer", sagte der 45-Jährige, der die Füchse seit fünf Jahren trainierte und 2005 in die DEL führte: "Der Kader ist einfach zu dünn."

Hegen, als Spieler mit den Kölner Haien, der Düsseldorfer EG und Hedos München insgesamt siebenmal deutscher Meister, wollte nach einer "wunderschönen Zeit in Duisburg" nicht nachtreten. Allerdings bescheinigte der ehemalige Torjäger den Füchsen, im Ruhrgebiet keine DEL-Zukunft zu haben: "Das ganze Umfeld stimmt nicht. Bei den Sponsoren bewegt sich nicht viel. Ich denke, früher oder später wird Pape woanders hingehen." Erst im April war ein Umzug nach Stuttgart nach langen Verhandlungen noch gescheitert.

Aus auch für Co-Trainer Schmid

Zusammen mit Hegen musste auch Co-Trainer Udo Schmid gehen. Das Training übernahm Manager Franz Fritzmeier, als dessen Assistent fungiert der ehemalige Bundesligaspieler Willi Mühlenhaus. Fritzmeier, im Sommer vom DEL-Konkurrenten Krefeld Pinguine nach Duisburg gewechselt, hatte vor der Saison erklärt: "In diesem Jahr gibt es keinen Artenschutz mehr für den Trainer."

Hegen hatte mit dem damaligen Aufsteiger 2005/06 überraschend den Klassenerhalt geschafft und damit die Zugehörigkeit zur DEL gesichert, die danach den sportlichen Abstieg abschaffte. Im zweiten Jahr wurde Duisburg abgeschlagen Tabellenletzter, in dieser Saison liefen die Füchse der Konkurrenz von Beginn an hinterher und fuhren erst im achten Spiel den ersten Sieg ein.

© SID

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