Eishockey DEL
Eisbären-Gala gegen Düsseldorf

Die Eisbären Berlin stehen in der DEL kurz vor der Titelverteidigung. Der amtierende Meister setzte sich im dritten Final-Spiel mit 5:1 gegen die Düsseldorfer EG durch.

Die Eisbären Berlin greifen nach ihrer vierten deutschen Eishockey-Meisterschaft. Der Titelverteidiger feierte nach einer Gala-Vorstellung im dritten Play-off-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Düsseldorfer EG einen hochverdienten 5:1 (1:1, 4:0, 0:0)-Erfolg und ging in der "best-of-five"-Serie mit 2:1 in Führung. Bereits am Mittwoch (19.30/live bei Premiere) in Düsseldorf kann der Vorrunden-Erste mit dem dritten Sieg den nächsten Meistertitel nach 2005, 2006 und 2008 perfekt machen.

"Es steht 2:1, mehr nicht"

Von einer Vorentscheidung wollten beide Teams aber noch nichts wissen: "Es steht 2:1, mehr nicht. Wir brauchen noch einen Sieg, egal wo", sagte der Berliner Nationalstürmer Sven Felski und forderte von seinem Team eine "konzentrierte und disziplinierte Leistung" im vierten Spiel. DEG-Trainer Harold Kreis zollte den Eisbären Respekt für einenen starken Auftritt: "Sie haben sehr gradlinig und schnörkellos gespielt. Wir sind dagegen von unserem Spiel abgekommen. Aber wir haben ein Spiel verloren, nicht die Serie."

Vor 14 200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Berliner Ostbahnhof erzielten Nathan Robinson (2.), Stefan Ustorf (21.), Denis Pederson (25.), Brandon Smith (28.) und Andrew Roach (30.) die Treffer für die Eisbären, die zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren in der Endspielserie stehen. Auf Seiten des achtmaligen Champions DEG, der zuletzt 1996 Meister wurde und das zweite Spiel am Karsamstag 3:1 gewonnen hatte, konnte auch Topscorer Brandon Reid (16.) mit seinem fünften Play-off-Tor den elften Berliner Heimsieg in Folge nicht verhindern.

Düsseldorf mit dem Rücken zur Wand

Die Rheinländer stehen in der Neuauflage des Finales von 2006 nun mit dem Rücken zur Wand. Die Mannschaft von Harold Kreis, die das erste Finale in Berlin mit 2:3 verloren hatte, muss am Mittwoch vor eigenem Publikum unbedingt gewinnen, um ein alles entscheidendes fünftes Endspiel am Freitag (19.30 Uhr/live bei Premiere) in der Hauptstadt zu erzwingen.

Die Berliner begannen das dritte Final-Spiel um die 89. deutsche Eishockey-Meisterschaft mit viel Schwung und trafen gleich mit dem ersten Torschuss. DEG-Goalie Jamie Storr war bei Robinsons platziertem Handgelenksschuss machtlos. Anschließend schnürten die Hausherren die Gäste phasenweise in deren Drittel ein, scheiterten aber mehrfach am starken Storr und verpassten es, weitere Treffer nachzulegen.

Die DEG fand erst nach einer Viertelstunde zu ihrem gefährlichen Konterspiel und profitierte beim 1:1 von einem Abwehrfehler der Gastgeber. Die Eisbären-Defensive ließ Reid völlig unbewacht vor dem Tor stehen und der Kanadier netzte einen von Berlins Torwart Rob Zepp abgewehrten Schuss aus kurzer Distanz ein.

DEG war Substanzverlust anzumerken

Im zweiten Drittel schalteten die Gastgeber aber einen Gang hoch und ließen der DEG mit ihrem schnellem Spiel keine Chance. Kurios fiel dabei das 2:1 in Überzahl: Ustorf schoss Storr von hinten an und vom DEG-Keeper prallte der Puck zurück ins Tor. In der Folgezeit war den Gästen in ihrem 15. Spiel seit Beginn der Play-offs vor einem Monat der Substanzverlust deutlich anzumerken. Den Rheinländern fehlte in ihren Aktionen die Spritzigkeit und die Eisbären zogen auf und davon.

Im Schlussabschnitt kontrollierten die Eisbären das Spielgeschehen. Das Team von Trainer Don Jackson, der als DEG-Coach vor drei Jahren im Finale an seinem heutigen Arbeitgeber gescheitert war, verwaltete die Führung und schonte seine Kräfte für das vierte Finale.

© SID

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