Eishockey DEL
Eisbären im Finale, DEG fehlt noch ein Sieg

Die Eisbären Berlin sind auf dem Weg zur Titelverteidigung kaum zu bremsen. Der Meister zog nach einem 5:3-Sieg gegen die Hannover Scorpions ins Finale ein. Die DEG Metro Stars siegten mit 6:1 gegen die Kölner Haie.

Meister Eisbären Berlin hat in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung gemacht. Die Hauptstädter konnten durch einen "Sweep" die dritte Finalteilnahme in Folge perfekt machen. Im zweiten Halbfinale fehlt den DEG Metro Stars im rheinischen Duell mit den Kölner Haien nur noch ein Sieg zum Triumph. Beim 5:3 (1:0, 3:0, 1:3) gegen die Hannover Scorpions am Dienstagabend feierten die Eisbären bereits den siebten Play-off-Sieg in Folge und setzten sich gegen die Niedersachsen klar mit 3:0-Siegen durch.

Düsseldorf braucht noch einen Sieg

Düsseldorf hat nach dem 6:1 (2:1, 2:0, 2:0) gegen den Erzrivalen und einem 2:1-Stand nach Spielen nun am Donnerstag in der Köln-Arena (19.30 Uhr/live bei Premiere) den ersten Matchball, um erstmals nach zehn Jahren wieder in die Endspielserie einzuziehen. Überragender Spieler der DEG war Tore Vikingstad mit drei Toren.

Im ersten Drittel hatten die Berliner vor 5 000 Fans im ausverkauften Wellblechpalast noch ein wenig Mühe mit den Gästen aus Hannover. Erst 58 Sekunden vor der ersten Pausensirene ging die Mannschaft von Trainer Pierre Page, die zwischenzeitlich eine 5:3-Überzahl nicht genutzt hatte, durch das dritte Playoff-Tor von Denis Pederson in Führung.

Im zweiten Abschnitt stellten die Berliner dann die Weichen endgültig auf Sieg. Zunächst sorgten Mark Beaufait (23.) und Kapitän Stefan Ustorf (24.) mit einem Doppelschlag für klare Verhältnisse, in der 40. Minute traf Derrick Walser zum 4:0. Nach dem ersten Scorpions-Treffer von Mike Green nach sieben Sekunden im dritten Drittel stellte erneut Pederson den alten Abstand wieder her (41.). Die Hannoveraner Treffer von Marty Murray (53.) und Patrick Köppchen (59.) waren nur noch Ergebniskosmetik. Für den Vorrunden-Siebten, der überraschend durch einen Sieg im siebten Spiel in Ingolstadt wie in der Saison 2000/01 ins Halbfinale eingezogen war, ist die Saison damit beendet.

Haie erwischen den besseren Start

Ein turbulentes und hitziges Duell lieferten sich unterdessen Düsseldorf und Köln vor 10 217 Zuschauern an der traditionsreichen Brehmstaße im 169. rheinischen Derby. Den besseren Start erwischten dabei die Gäste, die schon in der 5. Minute durch Jeremy Adduono in Führung gingen. Etwa nach zehn Minuten verloren die Kölner aber völlig den Faden, als sie sich zum Ärger von Trainer Hans Zach innerhalb von nicht einmal fünf Minuten sechs Strafzeiten einhandelten und fast sieben Minuten lang in Unterzahl spielten.

Die Düsseldorfer schlugen daraus aber zunächst kein Kapital und blieben sogar in drei 5:3-Situationen ohne Treffer. Erst im vierten Versuch mit zwei Spielern mehr auf dem Eis gelang Tore Vikingstad der Ausgleich (18.). Weil zu diesem Zeitpunkt sogar drei Kölner auf der Strafbank saßen, durften die Metro Stars weiter mit fünf gegen drei spielen, und nur 29 Sekunden später war erneut Vikingstad zum 2:1 zur Stelle (19.). Für den Norweger waren es bereits die Playoff-Treffer Nummer vier und fünf.

Tino Boos erhielt Matchstrafe

Im zweiten Drittel bauten die Düsseldorfer dann ihre Führung durch Treffer von Chris Ferraro (24.) und Fabian Brännström (27.) aus, und die Kölner schwächten sich weiter selbst. Nationalspieler Tino Boos handelte sich in der 35. Minute wegen eines Kopfstoßes eine Matchstrafe ein und wird den Haien damit auch am Donnerstag im wichtigen vierten Spiel fehlen. Danach traf der überragende Vikingstad erneut im Powerplay (51.), den Schlusspunkt setzte Peter Ferraro (55.).

Die Fans in Düsseldorf feierten auf den Tag genau zehn Jahre nach dem letzten DEG-Finalspiel (4:2 gegen Köln am 4. April 1996), dass in der Abschiedssaison von der Brehmstraße zumindest noch ein weiteres Play-off-Spiel geben wird - entweder ein fünftes Halbfinal-Duell gegen Köln oder ein Finalspiel gegen Berlin.

© SID

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