Eishockey DEL
Erneuter Rückschlag für Meister Mannheim

Titelverteidiger Adler Mannheim findet in der DEL keinen Weg aus der Krise. Der Topfavorit kassierte beim 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) nach Verlängerung gegen die Kölner Haie die fünfte Pleite im sechsten Saisonspiel.

Titelverteidiger Adler Mannheim schlittert in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) weiter in die Krise. Zwei Tage nach dem ersten Saisonsieg kassierte der DEL-Rekordmeister am Sonntag mit 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) nach Verlängerung gegen die Kölner Haie die fünfte Niederlage im sechsten Spiel. Die Kurpfälzer, die am Freitag 5:1 gegen die Hannover Scorpions gewonnen hatten, bleiben mit nur fünf Punkten im Tabellenkeller.

Vizemeister Nürnberg Ice Tigers behauptete indes mit 14 Zählern Platz eins. 47 Stunden nach der ersten Saisonniederlage rehabilitierten sich die Franken, die am Freitag 1:2 gegen die Straubing Tigers verloren hatten, mit einem 7:2 (2:0, 3:2, 2:0) gegen die Krefeld Pinguine. Zweiter bleiben die Frankfurt Lions (13), die sich mit 4:1 (0:0, 2:0, 2:1) gegen die Augsburger Panther durchsetzten.

Vierter Sieg für die Eisbären

Den vierten Sieg im fünften Spiel feierte Ex-Meister Eisbären Berlin. Nach dem 5:1 (1:1, 1:0, 3:0) gegen Aufsteiger EHC Wolfsburg setzte sich der Titelträger von 2005 und 2006 vorerst mit zwölf Punkten als Vierter in der Spitzengruppe fest. Auch Hannover (11) orientiert sich wieder nach oben. Die vom ehemaligen Bundestrainer Hans Zach betreuten Scorpions fertigten Straubing mit 5:0 (1:0, 3:0, 1:0) ab.

Die Hamburg Freezers (10) verbuchten mit 5:4 (2:2, 1:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung beim Schlusslicht Füchse Duisburg den vierten Erfolg nacheinander. Den ersten Dreier der Saison verpasste der ERC Ingolstadt beim 3:2 (1:1, 1:0, 0:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen gegen die DEG Metro Stars.

Vor 11 950 Zuschauern gingen die Kölner in Mannheim durch ein Tor in 3:5-Unterzahl in Führung. Ex-Nationalspieler Mirko Lüdemann bediente Bryan Adams, der Kanadier überwand den Ex-Kölner Adam Hauser im Adler-Tor (40.). Beim Ausgleich fälschte Ronny Arendt einen Schlagschuss von Verteidiger Martin Ancicka ab (50.). Für die Entscheidung sorgte John Slaney im Powerplay nach 27 Sekunden in der Verlängerung.

Frankfurt übt sich in Geduld

Für Spitzenreiter Nürnberg trafen Nationalspieler Aleksander Polaczek (4., 19.), Greg Leeb (21.), Scott King (25.), Ahren Spylo (38., 43.) und Andre Savage (57.). Frankfurt brauchte gegen Augsburg Geduld: Erst nach 27 Minuten markierte Jeff Ulmer die Führung, Jason Young (33. und 58.) und Jeff Heerema (51.) beseitigten dann die letzten Zweifel am Heimsieg.

Im mit 4 600 Fans ausverkauften Berliner Wellblechpalast erzielten Steve Walker (7., 56.), Nationalspieler Sven Felski (40.), Andy Roach (47.) und Alexander Weiß (53.) die Tore zum ersten Heimsieg der Eisbären, die zuvor alle drei Auswärtsspiele gewonnen hatten. Robby Sandrock hatte für den zwischenzeitlichen Wolfsburger Ausgleich gesorgt (16.).

Hannover hatte gegen die bislang überraschend starken Straubinger kaum Probleme. Thomas Dolak (15.), Andreas Morczinietz (22.), Matt Dzieduszycki (25.), Niki Mondt (40.) und Patrick Köppchen (58.) sicherten den ersten Heimsieg der Niedersachsen. In Duisburg fiel die Entscheidung erst in der Overtime. Marty Wilford traf im 4:3-Powerplay nach 1:30 Minuten.

In Ingolstadt verwandelte Yannic Seidenberg den entscheidenden Penalty gegen die DEG und krönte damit seine Leistung. Seidenberg hatte bereits in der regulären Spielzeit beide Treffer für den ERC erzielt.

© SID

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