Eishockey DEL
"Fall Busch" geht jetzt an die Wada

Keine Ruhe im "Doping-Fall" Florian Busch. Die Nationale Anti-Doping-Agentur hat jetzt die Welt-Anti-Doping-Agentur eingeschaltet.

Der "Fall Florian Busch" geht in die nächste Runde. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) hat jetzt die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) eingeschaltet. "Wir informieren die Wada und stellen dar, dass die Sanktionierung nicht den Regeln entspricht", sagte Nada-Sprecherin Ulrike Spitz am Montagnachmittag dem sid.

Nationalspieler Busch vom neuen Meister Eisbären Berlin hatte eine Dopingkontrolle zunächst verweigert, sie aber wenig später nachgeholt. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hatte den 23-Jährigen nicht gesperrt, sondern nur mit einer Verwarnung, einer Geldstrafe und gemeinnütziger Arbeit belegt.

Das DEB-Urteil, das das zuständige Disziplinarorgan unter Vorsitz des Vizepräsidenten Uwe Harnos am vergangenen Dienstag gefällt hatte, lag der Nada immer noch nicht vor. "Wir werden der Wada die Situation so darstellen, wie sie uns bekannt ist, und die Urteilsbegründung nachreichen", erklärte Spitz. Weil am 2. Mai die WM in Kanada beginnt, wolle man den Fall schnell weiterleiten.

Die Wada könnte, wenn sie der Argumentation der Nada folgt, den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) anrufen. Nach Ansicht der Nada muss der verweigerte Test wie ein positiver Dopingtest gewertet und mit einer Sperre von mindestens einem Jahr geahndet werden. Auch das Bundesinnenministerium (BMI) ist bereits von der Nada über den Fall informiert worden. Sollte das BMI das Vorgehen des DEB als nicht korrekt werten, könnte es Fördergelder kürzen oder zurückfordern.

© SID

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