Eishockey DEL
Fan-Rekord und 2:0-Führung reichen Nürnberg nicht

Trotz einer Rekordkulisse und einer 2:0-Führung haben die krisengeschüttelten Nürnberg Ice Tigers eine bittere 2:3-Heimpleite gegen die Füchse Duisburg kassiert.

Zuschauer-Saisonrekord, ermutigende Unterstützung durch die Fans, aber das Ende der sportlichen Erfolgsserie: Nach der wohl schwersten Woche der Vereinsgeschichte haben die Nürnberg Ice Tigers am 24. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ein Wechselbad der Gefühle erlebt.

Im Duell der beiden Krisen-Klubs verloren die Franken gegen das abgeschlagene Schlusslicht Füchse Duisburg trotz einer 2:0-Führung noch mit 2:3 (0:0, 2:0, 0:3) und mussten nach zuvor drei Siegen hintereinander wieder eine Niederlage hinnehmen. Am Dienstag hatte der Klub vor dem Amtsgericht Nürnberg ein Insolvenzverfahren beantragt. Bei den Füchsen hatte Alleingesellschafter Ralf Pape unter der Woche erklärt, alle noch laufenden Verträge würden zum Ende der Spielzeit entweder gekündigt oder nicht mehr verlängert werden.

Krefeld verliert gegen Iserlohn

Nachdem Spitzenreiter Hannover Scorpions (49) am Donnerstag durch das 4:2 bei den Staubing Tigers vorgelegt hatte, rückte das Verfolgerfeld am Freitag weiter zusammen. Der bisherige Zweite Krefeld Pinguine (43) verlor gegen die Iserlohn Roosters (38) mit 3:5 (0:2, 2:1, 1:2) und musste die Frankfurt Lions (45) nach dem 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) bei DEL-Rekordmeister Adler Mannheim (41) passieren lassen.

Titelverteidiger Eisbären Berlin (41 aus erst 22 Spielen) kam zu einem ungefährdeten 4:0 (1:0, 2:0, 1:0) gegen die Hamburg Freezers. Der EHC Wolfsburg (40) verlor nach drei Siegen 2:3 (1:1, 1:1, 0:1) beim Vorletzten Kassel Huskies, die Düsseldorfer EG (40) beendete durch das 5:1 (1:0, 2:0, 2:1) bei den Augsburger Panthern ihre Negativserie von fünf Niederlagen in Folge und hielt den Kontakt zu den Spitzenplätzen. Der rheinische Rivale Kölner Haie (32) kam zu einem 5:1 (0:0, 2:1, 3:0) beim ERC Ingolstadt (26).

Volles Haus in Mannheim

In Nürnberg sahen 5 086 Zuschauer, so viele wie noch nie bei einem Heimspiel der Ice Tigers in dieser Saison, die Partie und stärkten ihrem Team demonstrativ den Rücken. Nach den Toren im Mitteldrittel Roland Mayr (27.) und Brad Leeb (34.) schien zudem ein Sieg greifbar nahe, Steve Palmer (42.), Jean-Luc Grand-Pierre (47.) und Morten Ask (49.) drehten die Partie aber zu Gunsten der Füchse.

Im Spitzenspiel vor 13 600 Besuchern in der ausverkauften Arena in Mannheim gingen die Gäste durch Jeff Heerema (12.) in Führung. Nach dem Ausgleich von Colin Forbes (35.) gelang Tobias Wörle der Siegtreffer für die Lions (52).

Krefeld lag nach dem ersten Drittel durch einen Doppelschlag von Jimmy Roy (13./19.) mit 0:2 zurück. Im zweiten Abschnitt verkürzten Daniel Pietta (26.) und Shay Stephenson (38.) bei einem Gegentor von Michael Wolf (36.). Paul Traynor (48.) und Bob Wren (54.) sorgten mit Überzahl-Toren für die Entscheidung, Lynn Loyns konnte 18 Sekunden vor Schluss nur noch verkürzen.

© SID

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