Eishockey DEL
Goalie Müller ist bereit für Köln

Robert Müller hat gut lachen. Nachdem der Nationaltorhüter anfangs für die Entscheidung, in Duisburg zu spielen, belächelt wurde, geht der 27-Jährige nun mit breiter Brust nach Köln.

Robert Müller hat sich zu einem echten Erfolgsgaranten gemausert. Der Wechsel des Nationaltorhüters zu den Füchsen Duisburg wurde zu Beginn nur milde belächelt. Den Transfer zu den Kölner Haien geht der gebürtige Rosenheimer nun jedoch mit breiter Brust an. Seinen letzten Einsatz im Trikot des Schlusslichts der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absolvierte Müller am 31. Spieltag beim 4:2-Sieg bei den kriselnden DEG Metro Stars. Für den 27-Jährigen war es bereits der sechste Erfolg im 12. Einsatz im Kasten der Füchse.

"Ich hatte eine wunderschöne und erfolgreiche Zeit in Duisburg. Man braucht sich ja nur die Ergebnisse anzugucken. Die viele Einsatzzeit war mit Sicherheit ein Vorteil für mich", sagt Müller, der erst am 29. Oktober vom Titelverteidiger Adler Mannheim wegen seiner Rolle als Edelreservist nach Duisburg geflüchtet war. Nun will der Oberbayer beim achtmaligen Champion in Köln einen neuen Angriff auf die deutsche Meisterschaft wagen.

"Um den Titel zu kämpfen, ist immer das Ziel. Es war schon immer mein Traum, für Köln zu spielen", erklärt Müller, dem vor gut einem Jahr operativ ein Teil eines Hirntumors entfernt worden war. Nun gehe es ihm aber "sehr, sehr gut". Er fühle sich hundertprozentig gesund, auch wenn er es eigentlich wegen des Resttumors nicht sei, meinte der Goalie.

Die Haie hatten Müller am Freitag mit einem Vertrag bis 2010 ausgestattet, nachdem ihr Stammgoalie Travis Scott den Verein verlassen wird. Der Kanadier kehrt zu seinem Ex-Klub, dem russischen Champion Metallurg Magnitogorsk, zurück. Beim 5:1-Sieg der Kölner beim ERC Ingolstadt am Sonntag, bei dem DEL-Rekordspieler Andreas Renz seinen 750. Liga-Einsatz bestritt, stand noch Stefan Horneber im Kasten. Schon am kommenden Freitag bei den Augsburger Panthern wird Müller das Tor hüten. Zuvor steht aber am Mittwoch in Nürnberg noch ein Länderspiel (19.30 Uhr) gegen die Schweiz an.

In Duisburg trauerten sie angesichts der Erfolgsserie von zuletzt vier Siegen in Folge Müller hinterher. "Wir hatten natürlich gehofft, dass er die Saison hier durchspielt. Aber wir haben auch immer gewusst, dass das passieren kann", sagte der Sportliche Leiter Franz Fritzmeier. Die Kölner hatten sich bei dem Transfer direkt an die Mannheimer gewandt, weil Müllers Vertrag beim DEL-Rekordmeister lediglich ruhte.

Füchse-Trainer Peter Draisaitl zog dennoch ein positives Fazit: "Es war für beide Seiten ein Gewinn. Für uns sowieso, und auch für Robert war es sicher besser, bei uns zu spielen, als in Mannheim auf der Bank zu sitzen." An der Wedau müssen nun die Ersatztorhüter Lukas Lang und Christian Rohde für Müller in die Bresche springen.

Interesse am Nationaltorwart hatten auch die Düsseldorfer angemeldet, eine Verpflichtung zerschlug sich jedoch. Ob der Torhüter bei der DEG überhaupt um die Meisterschaft gespielt hätte, ist zudem fraglich. Nach der fünften Niederlage aus den letzten sechs Spielen bangen die Rheinländer um die Play-offs. "Ich habe noch nie so viele Profis auf einem Haufen gesehen, die so verunsichert sind", erklärte Trainer und Manager Lance Nethery nach einer erneut erschreckend schwachen Vorstellung.

An der Ligaspitze festigten derweil die Eisbären Berlin mit einem 7:2-Kantersieg gegen Mannheim die Tabellenführung. Einen Rekorderfolg verbuchten die Nürnberg Ice Tigers. Das 9:0 gegen die Iserlohn Roosters war der höchste Sieg der Franken in ihrer DEL-Historie und der höchste Erfolg in der laufenden Saison überhaupt.

© SID

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