Eishockey DEL
Haie schmeißen auch Beddoes raus

Die Kölner Haie haben innerhalb der DEL-Saison den zweiten Trainer verschlissen. Nach Doug Mason muss auch Clayton Beddoes den Hut nehmen und für Rupert Meister Platz machen.

Die Zeit von Clayton Beddoes als Trainer der Kölner Haie ist nach nur 71 Tagen abgelaufen. Der Traditionsklub aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat sich mit sofortiger Wirkung vom Kanadier getrennt und damit den zweiten Trainer innerhalb der laufenden Spielzeit entlassen.

"Es war eine menschlich schwere Entscheidung, aber wir mussten handeln", sagte Manager Rodion Pauels auf der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Dienstag. Der ehemalige Assistenzcoach Beddoes hatte erst am 22. September die Nachfolge von Doug Mason angetreten, der seinen Posten wegen des schlechtesten Saisonstart der Klubgeschichte mit sieben Niederlagen aus sieben Spielen räumen musste.

Meister übernimmt das Ruder

Neuer Chefcoach wird der bisherige Torwart-Trainer Rupert Meister. "Rupert Meister ist in der jetzigen Phase genau der richtige Mann. Es geht nicht um Namen, weder bei Spielern noch bei Trainern. Es geht ausschließlich um die Charaktere dahinter. Wir kennen Rupert Meister und seine Arbeit seit mehreren Jahren und schätzen sie außerordentlich", so Pauels.

Meister erhält bei den Haien einen Vertrag bis Saisonende und will "einfaches Eishockey" spielen lassen. Neben Beddoes wurde auch Co-Trainer Andreas Lupzig von seinen Aufgaben entbunden. Der ehemalige Haie-Stürmer wird sich künftig um das Nachwuchsteam der Kölner kümmern.

"Die Mannschaft hat Beddoes im Stich gelassen"

"Ich will jetzt keine Kati-Witt-Figuren auf dem Eis mehr sehen. Die Vorstellungen waren zuletzt desolat und peinlich", sagte Manager Pauels, der trotz Trainerlizenz keine Aufgaben in der sportlichen Leitung übernehmen wird. Er werde aber näher an die Mannschaft heranrücken.

"Die Mannschaft hat Beddoes im Stich gelassen. Jetzt brauchen die Spieler eine knallharte Hand. Das ist mir mehr bewusst denn je. Rupert Meister ist ein Mann mit knallharten Prinzipien. Das war kein Schnellschuss. Wir sind von ihm überzeugt", sagte Geschäftsführer Thomas Eichin und warnte seine Profis: "Wer nicht mitzieht, kann zu mir ins Büro kommen und den Vertrag auflösen."

Nach 26 Saisonspielen steht der KEC mit 32 Punkten auf dem zwölften Tabellenrang und hat vier Zähler Rückstand zu den Play-off-Plätzen. Drei der letzten vier Partien gingen verloren.

© SID

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