Eishockey DEL
Haie und Scorpions überraschen in Play-offs

Mit Auswärtssiegen beim ERC Ingolstadt und den Nürnberg Ice Tigers sind die Kölner Haie und die Hannover Scorpions in die Play-offs der DEL gestartet. Auch Adler Mannheim und die DEG Metro Stars gingen mit 1:0 in Front.

In einem wahren Eishockey-Thriller feierte Meisterschafts-Topfavorit Adler Mannheim einen gelungenen Start in die Play-offs. Im ersten Spiel der Viertelfinal-Serie nach dem Modus "best of seven" kämpfte der Vorrundenmeister der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) im Derby die Frankfurt Lions mit 4:3 (2:0, 0:2, 1:1, 1:0) nieder und vermied damit in buchstäblich letzter Sekunde den Verlust des Heimvorteils.

Eine Sekunde vor dem Ende rettete Brad Tapper die Adler, die den Torhüter rausgenommen hatten, in die Verlängerung. Nach 2:31 Minuten der Nachspielzeit sorgte Rico Fata dann im Powerplay für das umjubelte Siegtor in der mit 13 600 Zuschauern ausverkauften Arena. Damit blieb Adler-Coach Greg Poss eine herbe Enttäuschung zum Auftakt erspart. Im vergangenen Jahr erreichte der frühere Bundestrainer nichtmal die Play-offs mit Mannheim, zuvor war er als Favorit zweimal mit Nürnberg in der Runde der letzten Acht gescheitert.

Haie verderben Kennedy-Comeback

Auch Vorjahresfinalist DEG Metro Stars hatte mehr Mühe als erwartet. Der Vorrunden-Zweite kam zu einem schwer erkämpften 3:2 (0:1, 2:1, 1:0)-Sieg gegen die Hamburg Freezers. Erzrivale Kölner Haie und die Hannover Scorpions feierten zum Play-off-Auftakt überraschend deutliche Siege gegen die nach der Vorrunde favorisierten Teams unsd holten sich damit den Heimvorteil. Der Vorrunden-Fünfte Köln gewann 5:1 (3:1, 1:0, 1:0) beim direkt davor platzierten ERC Ingostadt, wo Trainer Ron Kennedy die Rückkehr an die Bande nach seiner Hirntumor-Operation sportlich verdorben wurde. Und der letzte deutsche Meistercoach Hans Zach holte sich mit den Hannover Scorpions, Sechster der Meisterrunde, mit einem 5:3 (2:1, 2:0, 1:2) beim Vorrunden-Dritten Nürnberg Ice Tigers den Heimvorteil.

Mannheim startete standesgemäß in das Spiel gegen Frankfurt. Francois Bouchard (2.) und Felix Petermann (9.) sorgten durch Powerplay-Tore für eine schnelle 2:0-Führung. Danach drehten die Gäste aus der Bankenmetropole aber auf und kamen zu den Toren von Michael Hackert (37.) und zweimal Peter Podhradsky (40. und 45.).

Fortiers Anschlusstor reicht den Freezers nicht

Mit seinem zweiten Tor in der 46. Minute bescherte Jeff Panzer der DEG vor nur 7 452 Zuschauern im Dome den Auftakterfolg. Die Hamburger gingen durch Greg Classen (18.) in Führung. Klaus Kathan (25.) im 5:3-Powerplay und Panzer (26.) in einfacher Überzahl drehten innerhalb von 72 Sekunden den Spieß um. Francois Fortier konnte für Hamburg (35.) noch ausgleichen.

Für Ingolstadt hätte das Spiel nicht besser beginnen können. Schon nach 90 Sekunden nutzte Daniel Tkaczuk ein Powerplay zur Führung. Noch effektiver waren die Gäste aus der Domstadt wenig später. Zunächst traf Bryan Adams bei 5:3 zum 1:1 (5.), 60 Sekunden später sorgte Stephane Julien bei nachfolgender einfacher Überzahl für das 2:1 der Kölner (6.). Daniel Rudslätt (12.), Aaron Gavy (33.) und Dave Mcllwain (55.) erzielten die weiteren Treffer.

Nürnberg verschläft die Anfangsminuten

Für Nürnberg war bereits nach nicht einmal vier Minuten das Spiel gelaufen. Zunächst brachte Sascha Goc die Gäste bei 5:3-Überzahl in Führung, 62 Sekunden später erhöhte Derek Bekar im einfachen Powerplay auf 2:0 für Hannover. Das Nürnberger Anschlusstor von Petr Fical (18.) konterten die Hannoveraner durch die Treffer von Nikolaus Mondt (28.) und Andreas Morczinietz (32.). Brian Swanson (43.) sorgte im Schlussabschnitt nochmal für kurz Hoffnung bei den Gastgebern, die Hannovers Brad Tapper (47.) schnell zerstörte. Das bedeutungslose dritte Tor für Nürnberg erzielte Alexander Polaczek (56.).

© SID

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