Eishockey DEL
Ice Tigers sichern vorerst ihre Zukunft in der DEL

Der wirtschaftlich in Bedrängnis geratene DEL-Klub Nürnberg Ice Tigers muss keine Sanktionen durch den Verband befürchten. Eine kurzfristige Finanzspritze steht auch in Aussicht.

Die Rettung des finanziell schwer angeschlagenen Eishockey-Klubs Nürnberg Ice Tigers ist in greifbare Nähe gerückt. Ausgerechnet der bisherige Alleingesellschafter Günther Hertel stellt dem zweimaligen deutschen Vizemeister den kurzfristigen Finanzbedarf in nicht genannter Höhe aus privaten Mitteln zur Verfügung. Zudem brauchen die Franken von Seiten der Deutschen Eishockey Liga (DEL) keine Konsequenzen zu befürchten.

Das Engagement von Hertel überrascht insofern, da der Unternehmer im Umfeld der Ice Tigers für die Finanz-Misere mitverantwortlich gemacht wird und er zuletzt weitere Finanzspritzen konsequent abgelehnt hat.

"Aus eigener Tasche"

Zwar seien die Zahlungsverpflichtungen seiner Firma, die als offizieller Hauptsponsor kurzfristig eingesprungen war, "vollständig erfüllt, trotzdem zahle ich nochmals einen Betrag aus eigener Tasche, um einen Beitrag zur Sicherung des Spielbetriebes zu leisten", erklärte Hertel.

Die DEL reagierte mit Erleichterung auf das Rettungspaket. "Ich hoffe, dass die Nachricht Signalwirkung auf andere Sponsoren und Investoren hat, damit der Eishockey-Standort Nürnberg langfristig erhalten werden kann", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

Gute Nachrichten von der DEL

Eine weitere gute Nachricht kam von der DEL. Die außerordentliche Sonderprüfung der wirtschaftlichen Situation der Ice Tigers habe ergeben, "dass die im Lizensierungsverfahren eingereichten Planungsunterlagen, insbesondere der Sponsorenerlöse, sachgerecht waren", teilte die DEL in einer Presseerklärung mit.

"Mit diesem Ergebnis und der Einigung mit Herrn Hertel wurde ein weiterer, ganz wichtiger Schritt für den Erhalt der Ice Tigers erreicht", sagte Insolvenzverwalter Volker Böhm.

Welche Summe genau Hertel zahlt, wollte der Verein nicht öffentlich machen. Insgesamt drücken Nürnberg Verbindlichkeiten im sechsstelligen Bereich, weshalb der Klub vergangene Woche Insolvenz angemeldet hatte. Bereits bei seinem Einstieg im Sommer 2006 hatte der Unternehmer den Klub vor dem Aus gerettet und seitdem insgesamt über drei Mill. Euro investiert. Allerdings hatte Hertel mit seinem wenig kompromissbereiten Führungsstil auch zahlreiche Sponsoren verprellt.

Die Mannschaft, die am Freitag (19.30 Uhr) zu Hause den ERC Ingolstadt empfängt, zeigte sich von der aktuellen Entwicklung erleichtert. "Das war für uns ein wichtiges und positives Zeichen", sagte Trainer Andreas Brockmann.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%