Eishockey DEL
King feiert Einstand nach Maß in Mannheim

Dave King hat bei den Adler Mannheim einen Einstand nach Maß gefeiert. Der Nachfolger des entlassenen Greg Poss sah beim Debüt ein 7:2-Sieg seiner Mannschaft gegen die DEG Metro Stars. Auch die Eisbären Berlin siegten.

Der deutsche Eishockey-Meister Adler Mannheim hat seinem neuen Trainer Dave King einen erfolgreichen Einstand beschert. Knapp 40 Stunden nach der Trennung von Meistercoach Greg Poss gelang dem Klub nun der sportliche Befreiungsschlag in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Beim 7:2 (1:0, 3:1, 3:1) gegen die kriselnden DEG Metro Stars schoss sich der DEL-Rekordmeister den Frust von der Seele und behauptete Platz sechs.

In der Nacht zu Samstag hatten sich die Mannheimer zwei Stunden nach der peinlichen 4:7-Heimpleite gegen Aufsteiger EHC Wolfsburg vom ehemaligen Bundestrainer Poss getrennt. Nur wenige Stunden später präsentierten sie den früheren kanadischen Nationalcoach King als "Feuerwehrmann", wie Manager Marcus Kuhl betonte. Der ehemalige Trainer der Hamburg Freezers stimmte an seinem 60. Geburtstag einem Engagement bis zum Saisonende zu und stand bereits knapp fünf Stunden nach seiner Ankunft an der Bande.

Eisbären setzen Erfolgsserie fort

An der Tabellenspitze setzten die Eisbären Berlin ihre Erfolgsserie fort. Mit 3:1 (1:1, 1:0, 1:0) gegen Wolfsburg feierte der Meister von 2005 und 2006 den fünften Sieg in den vergangenen sechs Spielen und baute sein Punktekonto auf 73 aus. Die Frankfurt Lions setzten sich im Verfolgerduell bei den Kölner Haien mit 6:5 (0:1, 1:3, 4:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen durch und kletterten mit 66 Zählern auf Platz zwei.

Auf den dritten Rang verbesserten sich die Nürnberg Ice Tigers (65). Die Franken verbuchten mit 5:2 (0:1, 4:1, 1:0) bei den Straubing Tigers den fünften Erfolg nacheinander und zogen an Köln (65) vorbei. Als Fünfter vor Mannheim bleiben die Iserlohn Roosters (57) auf direktem Play-off-Kurs. Die Sauerländer punkteten beim Konkurrenten Hannover Scorpions (53) mit 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) dreifach. Der ERC Ingolstadt (47) verbesserte sich durch einen 4:3 (1:1, 1:2, 2:0)-Sieg gegen die Krefeld Pinguine (42) auf den achten Tabellenplatz vor den Hamburg Freezers (44), die 4:5 (2:1, 2:2, 0:1, 0:1) bei den Augsburg Panthern (42) verloren.

In Mannheim endete die Amtszeit des US-Amerikaners Poss nach zwei Jahren in einer Nacht-und-Nebel-Aktion. "Uns blieb nichts anderes übrig, wir mussten reagieren", sagte Adler-Gesellschafter Daniel Hopp nach der Pleite gegen Wolfsburg: "Das war fast eine Leistungsverweigerung der Mannschaft, sie hat zumindest nicht für Poss gespielt." Der Ex-Bundestrainer hatte erst im Sommer seinen Vertrag vorzeitig bis 2010 verlängert, wegen des schwachen Saisonstarts wurde die Verlängerung aber erst im November bekanntgegeben.

Nachfolger King, der erst am Sonntagmorgen in Mannheim eintraf, sah zusammen mit 13 600 Fans ein hochmotiviertes und engagiertes Adler-Team, dass mit einer 4:0-Führung durch Rene Corbet (4.), Rico Fata (7.), Francois Methot (30., Penalty) und Jason Jaspers (31.) schon zur Hälfte des Spiels für eine Vorentscheidung sorgte.

"Ein schönes Geburtstagsgschenk"

Nach den DEG-Toren von Peter Ratchuk (38.) und Marian Bazany (46.) beseitigten Corbet (49.), Ronny Arendt (54.) und Methot (57.) die letzten Zweifel am Sieg der Mannheimer, die ab dem zweiten Weihnachtstag die DEL beim Spengler Cup in Davos vertreten. "Das war ein schönes Geburtstagsgeschenk", sagte King nach seinem gelungenen Debüt und meinte rückblickend: "Es ging alles sehr schnell, ein Anruf und ich saß im Flugzeug."

Spitzenreiter Berlin hatte mit Aufsteiger Wolfsburg arge Probleme. Christoph Höhenleitner (10.) glich die Eisbären-Führung durch Alexander Weiß (7.) aus, ehe Steve Walker (30./60.) den Sieg des Tabellenführers sicherte.

In Köln führten die Haie vor 15 985 Zuschauern durch Treffer von Marcel Müller (16.) und Ivan Ciernik (25./28.) schnell mit 3:0. Doch Frankfurt machte es durch Tore von Ilja Worobjew (38.), Derek Hahn (42.), Jeff Ulmer (43.) und Chris Taylor (53.) bei einem Gegentreffer durch Sebastian Furchner (39.) noch einmal spannend. Furchner (54.) brachte die Haie mit 5:4 erneut in Führung, Taylor erzwang elf Sekunden vor Schluss die Verlängerung. Den entscheidenden Penalty verwandelte Richie Regehr.

© SID

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