Eishockey DEL
Kölner Haie müssen schlechten Start verdauen

Nach der zweiten Derby-Pleite der noch jungen DEL-Saison steht der schwache Saisonstart der Kölner Haie fest. Als Problem stellt sich hauptsächlich die wackelnde Defensive dar.

Zweite Derby-Pleite innerhalb von 53 Stunden, die Verteidigung ein Torso und der Erzrivale Düsseldorfer EG zu allem Überfluss an der Tabellenspitze: Vize-Meister Kölner Haie erwischte einen denkbar schlechten Saisonstart in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und steht mit null Punkten und 5:11 Toren tief im Tabellenkeller.

"Wir haben kein Problem, Tore zu schießen. Vier müssten zu Hause eigentlich reichen. Das Problem ist unsere Defensive, die bereitet mir Sorgen", sagte ein ratlos wirkender KEC-Trainer Doug Mason.

Nach den Auftaktrunden und dem 1:2 gegen den deutschen Meister Eisbären Berlin sowie dem 0:2 am vergangenen Sonntag bei der DEG war noch die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff beim achtmaligen Champion bemängelt worden. Am Dienstagabend wurde zwar mal wieder getroffen, doch die Defizite in allen Mannschaftsteilen traten mehr denn je zutage.

Goalie Müller wird schmerzlich vermisst

Schmerzlich vermisst wird Nationaltorhüter Robert Müller, der sich einer erneuten Kopf-Operation unterziehen musste, weil der Hirntumor wieder gewachsen war. Der Goalie befindet sich derzeit zur Reha, wann er wieder spielen kann, ist ungewiss.

"Ich wünsche Robert alles Gute", sagte Deutschlands Golf-Ikone Bernhard Langer, Augenzeuge des 181. rheinischen Eishockey-Derbys, an die Adresse des Torwarts, nachdem die 14 853 Zuschauer in der Arena vor Spielbeginn Müllers Rückennummer 80 symbolisch hochgehalten hatten und somit ihre Anteilnahme mit dem Ex-Mannheimer zum Ausdruck brachten.

Seine Stellvertreter Stefan Horneber (wurde schon im ersten Drittel ausgewechselt) und Frank Doyle standen gegen die DEG auf verlorenem Posten. "Es wurde offenbar zuviel über unsere Offensivschwäche geredet, gegen Düsseldorf haben wir wohl nur ans Toreschießen gedacht", meinte Kölns Nationalverteidiger Andreas Renz, einer der wenige Haie-Cracks, der Normalform brachte.

Mike Johnson noch nicht angekommen

Ein kompletter Ausfall bei den Gastgebern war hingegen der mit viel Vorschusslorbeeren verpflichtete ehemalige kanadische NHL-Profi Mike Johnson (661 NHL-Spiele). Es hatte fast den Anschein, als ob sich der 33-Jährige die Aufgabe in der DEL leichter vorgestellt hätte. In Deutschland richtig angekommen ist der Routinier jedenfalls noch nicht.

Schmerzlich vermisst wird auf Kölner Seite weiterhin der DEL-Top-Torjäger Ivan Ciernik, der nach Meinungsunterschieden mit Mason trotz eines bis 2011 laufenden Vertrages die Haie verließ und inzwischen in Kasachstan spielt. Für den KEC-Cheftrainer ist der Verlust des slowakischen Stürmerstars indes keine Schwächung - dies betont er zumindest immer wieder. Trotzdem steht Holland-Kanadier Mason nach den Auftakt-Schlappen mit dem Rücken zur Wand. Am Donnerstag geht es zu seinem Ex-Klub Iserlohn Roosters - es droht Saisonniederlage Nummer vier für die Rheinländer.

© SID

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