Eishockey DEL
Krupp nimmt Nationalspieler in die Pflicht

Vor dem DEL-Saisonstart am Donnerstag hat Bundestrainer Uwe Krupp mehr Verantwortung von seinen Akteuren gefordert. "Jeder Nationalspieler soll in seinem Klub noch mehr zu einem Führungsspieler werden", sagte der Coach.

Der Anteil der einheimischen Profis in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist wieder leicht gestiegen, doch Bundestrainer Uwe Krupp erwartet nicht nur mehr Masse, sondern auch mehr Klasse. "Jeder Nationalspieler soll in seinem Klub noch mehr zu einem Führungsspieler werden. Gerade die jüngere Generation muss in diese Rolle hineinwachsen", sagte der ehemalige NHL-Star vor dem Auftakt der 14. DEL-Spielzeit: "Das Potenzial dazu haben alle."

60 Prozent der Profis, die bei den 15 Klubs vor dem Saisonstart am Donnerstag unter Vertrag stehen, haben einen deutschen Pass - vor einem Jahr waren es 59 Prozent. Die Bestmarke war 2005 mit 61 Prozent erreicht worden. Seit der völligen Öffnung der Liga 1997 in Folge des Bosman-Urteils war der Anteil der Deutschen von 32 Prozent kontinuierlich angestiegen.

Weitere Reduzierung gefordert

Wenn es nach Krupp ginge, sollten es noch mehr sein. Denn der Bundestrainer hatte eine weitere Reduzierung der Ausländer gefordert. Doch sein Wunsch wird erst zur Saison 2008/09 erfüllt, wenn die Grenze auf zehn Legionäre herabgesetzt wird. Derzeit dürfen die Klubs zwölf Ausländer unter Vertrag nehmen und elf pro Spiel einsetzen.

Auch wenn die Deutschen weiter die Mehrzahl der 381 Profis stellen, bleibt die DEL eine Multikulti-Klasse. Spieler aus zwölf Nationen gehen aufs Eis, die Kanadier stellen traditionell mit 110 Akteuren hinter den 227 Deutschen die zweitstärkste Fraktion. US-Amerikaner (18), Slowaken (7), Schweden (5), Tschechen (5) und Norweger (3) folgen mit großem Abstand. Der internationalste Klub sind die Krefeld Pinguine: In Ehrenbergers Team sind gleich sieben Nationalitäten vertreten.

© SID

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