Eishockey DEL
Kühnhackl hilft Lions bei Neuanfang

DEL-Klub Frankfurt Lions plant einen Neuanfang in der Jugend- und Nachwuchsarbeit. Unterstützt werden die Lions dabei von Eishockey-Legende Erich Kühnhackl als neuem Sportdirektor.

Der "Lange" baut vor. "Es wird nicht alles von heute auf morgen gehen", sagt Erich Kühnhackl. Doch es soll überhaupt wieder etwas gehen. Deutschlands Jahrhundertspieler Erich Kühnhackl kehrt in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) zurück und wird sich ab 1. Juli als Sportdirektor der Frankfurt Lions vor allem um die Jugend- und Nachwuchsarbeit kümmern.

"Die Frankfurt Lions starten einen Neuanfang und haben mich überzeugt, den Weg in Zukunft gemeinsam zu beschreiten", sagt der 58-Jährige. Es ist ein Weg in die Zukunft. Und es ist ein Signal für das deutsche Eishockey. Auch die Hessen haben erkannt, dass sie auf die Jugend setzen müssen, damit sie auf dem blanken Eis nicht so ausrutschen wie zuletzt die Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz.

Werbung an Schulen geplant

"Ich bin überzeugt, dass wir sehr viel bewegen können", sagt Kühnhackl. Der Rekordtorschütze der Nationalmannschaft mit dem Gardemaß von 1,96 Meter wird sich dafür an die Kleinen wenden, an die Basis. Die Lions wollen mit Kühnhackl an Schulen in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet gezielt Werbung machen und dem Nachwuchs im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine helfen.

Kühnhackl wird in der Mainmetropole zwar auch Trainer Rich Chernomaz und Manager Dwayne Norris mit Rat und Tat zur Seite stehen, damit die Lions wieder den Sprung in die Play-offs schaffen. Doch in erster Linie soll "Mister Eishockey", der als Vizepräsident auch weiter für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) tätig ist, Antrieb und Motor für die Jugend sein.

Identifikationsfiguren gesucht

"Seit unserem Amtsantritt haben wir deutlich gemacht, welch bedeutende Rolle die Nachwuchsarbeit in unseren künftigen Planungen spielt. In Erich Kühnhackl haben wir die herausragende Persönlichkeit im deutschen Eishockey für eine langfristig angelegte Zusammenarbeit gewinnen können", sagt Lions-Klubchef Siggi Schneider.

Zuletzt war Kühnhackl in der DEL bis November 2007 als Trainer der Straubing Tigers tätig. Höhepunkt seiner internationalen Karriere als Spieler war die Bronzemedaille bei den Winterspielen 1976 in Innsbruck.

"Die Leute wollen Identifikationsfiguren, aber die Typen, die jeder kennt und sofort erkennt, gibt es heute nicht", hat Kühnhackl zuletzt erklärt: "Aber ich will nicht jammern, sondern schauen, wie wir besser vorwärts kommen." Damit eines Tages die Spieler auf dem Eis genauso populär sind wie er.

© SID

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