Eishockey DEL
Nürnberg Ice Tigers gerettet

Die Nürnberg Ice Tigers werden weiterhin in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auflaufen. Damit wurden die monatelangen Spekulationen um den Verein beendet.

Die Ungewissheit hat ein Ende: Die Nürnberg Ice Tigers bleiben der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erhalten. "Es geht weiter mit den Nürnberg Ice Tigers - und das nicht nur kurzfristig, sondern langfristig gesehen. Ich habe dies entschieden, trotz der großen Belastungen, die für mich privat wohl weiter noch verbleiben", sagte Alleingesellschafter Günther Hertel am Donnerstag und zog einen Schlussstrich unter die Spekulationen um den Fortbestand des Vereins.

Es sei jedoch "unumgänglich, einiges zu verändern. Wir müssen optimieren, ohne die sportliche Leistungsfähigkeit unseres Teams zu schwächen." Laut Hertel wird der Etat für die nächste Saison "geringfügig nach unten gesetzt, der Spieleretat ist davon aber nicht betroffen". Priorität habe nun die Sponsorensuche, "sie muss intensiver gestaltet werden". Der Gesamtetat des Klubs soll bisher bei 4,8 Mill. Euro gelegen haben, auf das Team entfielen davon 2,4 Millionen.

"Das Loch im Etat ist kleiner geworden"

Hertel hatte zuletzt eine Fortsetzung seines Engagements von den Gesprächen mit Sponsoren abhängig gemacht. Nach dem Rückzug langjähriger Werbepartner war im Etat der Ice Tigers für diese Saison ein 1,2-Millionen-Euro-Defizit entstanden, das unter anderem durch Hertel gedeckt wurde. Viele Unternehmen hätten sich inzwischen zum Verein bekannt, "das Loch im Etat wurde dadurch kleiner, aber keinesfalls ganz ausgeglichen".

Offen ist momentan noch, wer die Ice Tigers in der neuen Saison trainieren wird. Benoite Laporte hatte sich nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus des Vorrunden-Ersten gegen Düsseldorf Richtung Schweiz verabschiedet. Hertel betonte jedoch, dass Manager Otto Sykora kurz davor stehe, ein tolles Trainergespann und neue, junge und ehrgeizige Spieler an den Klub zu binden.

Zuletzt hatte Sykora angedeutet, dass ein Trainer-Duo aus Greg Poss und Martin Jiranek in der kommenden Spielzeit, in der die Ice Tigers als Vorrunden-Primus für die Champions League qualifiziert sind, denkbar sei. Der ehemalige Bundestrainer Poss war zuletzt in Mannheim beurlaubt worden und bereits einmal in Nürnberg tätig. Jiranek ist Rekordspieler bei den Franken.

Geht es nach Hertel, wollen die Nürnberger im Eishockey in Zukunft wieder positive Schlagzeilen schreiben. Er verhehle nicht, so der Unternehmer, dass er Fehler gemacht habe: "Diese Fehler habe ich analysiert, und ich verspreche, alles zu tun, dass künftig dem sportlichen Bereich wieder der Schwerpunkt in der Öffentlichkeit zugeordnet wird, den er verdient."

© SID

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