Eishockey DEL
Start der Play-offs lässt Teams träumen

Ab heute geht es in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) um die Wurst. Gleich fünf Ex-Meister träumen zu Beginn des Play-offs vom Titel und wollen den amtierenden Champion Eisbären Berlin vom Thron stoßen.

Ab heute darf wieder geträumt werden in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). In den Play-offs um die 86. deutsche Meisterschaft fehlt zwar erstmals Rekordmeister Adler Mannheim, aber die Konkurrenz für Titelverteidiger Eisbären Berlin ist mit fünf Ex-Champions dennoch groß. "Irgendwie wird´s mal wieder Zeit", sagte Kapitän Mirko Lüdemann von den Kölner Haien, die die letzte ihrer acht Meisterschaften 2002 gewannen: "In den letzten beiden Jahren sind wir nicht über die erste Runde hinausgekommen. Diesmal können wir weit kommen."

Fünf Ex-Meister noch im Rennen

Neben dem Ex-Meister vom Rhein haben von den Viertelfinalisten auch dessen Erzrivale DEG Metro Stars, der Nachbar Krefeld Pinguine, die Hamburg Freezers - vor ihrem Umzug als München Barons - und natürlich Berlin schon den Pokal der DEL gewonnen. Und anders als die Mannheimer, die sich seit Einführung der DEL 1994 viermal in die Meisterliste eintrugen, haben sie die Chance auf einen erneuten Triumph.

Lüdemanns Haie müssen sich auf dem Weg zum insgesamt neunten Titel im Viertelfinale ab dem heutigen Mittwoch (19.30 Uhr) zunächst mit den Nürnberg Ice Tigers auseinander setzen. Die Franken, die die Hauptrunde als Vierte abschlossen, sind seit ihrem Finaleinzug 1999 nicht mehr über die erste Play-off-Runde hinausgekommen.

Düsseldorf ist vor Hamburg gewarnt

Nicht gerade ihren Lieblingsgegner haben die Düsseldorfer, 1996 zum achten und bislang letzten Mal deutscher Meister, erwischt. "Gegen die Hamburger haben wir drei von vier Spielen in der Vorrunde verloren. Die liegen uns gar nicht", meinte DEG-Torjäger Klaus Kathan nach dem 3:1-Sieg am Sonntag in Berlin, durch den sich die Metro Stars Platz drei sicherten und damit dem Erzrivalen Köln vorerst aus dem Weg gingen.

"Sie spielen sehr defensiv. Das ist das Schlimmste, was uns passieren konnte", ergänzte der Nationalspieler. Für die DEG gab es in den letzten Jahren in den Play-offs wenig zu jubeln: Seit dem letzten Titelgewinn standen lediglich drei Viertelfinalteilnahmen zu Buche. Die Hamburger dagegen, die 2000 als München Barons Meister wurden, sind Stammgäste in der K.o.-Runde: In vier von sechs Anläufen erreichten sie mindestens das Halbfinale.

Krefeld will in der Kür glänzen

Erstmals seit der Meisterschaft 2003 sind die Krefeld Pinguine wieder in die Play-offs eingezogen. "Jetzt geht die Saison erst richtig los", sagte Manager Franz Fritzmeier vor dem ersten von maximal sieben Duellen mit Titelverteidiger Berlin: "Wir haben all die Lügen gestraft, die uns nicht als Play-off-Kandidat eingeschätzt haben. Was jetzt kommt, ist die Kür. Da wollen wir uns so gut wie möglich verkaufen."

Vor drei Jahren schalteten die Krefelder im Halbfinale die Eisbären aus. "Diesmal ist Berlin aber stärker", meinte Nationaltorwart Robert Müller, neben Adrian Grygiel und Daniel Kunce der letzte verbliebene Meister von 2003. Dennoch glaubt Trainer Teal Fowler: "Wir sind die Unberechenbaren. Wir waren schon oft tot in dieser Saison, aber wir sind immer wieder auferstanden. Ich denke, dass keiner gerne gegen uns spielt."

Titelverteidiger Berlin hat sich mit einem beeindruckenden Schlussspurt zum dritten Mal in vier Jahren auf die Pole Position geschoben und zum Topfavoriten gekürt. Trainer Pierre Page hat allerdings vor allem einen Konkurrenten ausgemacht, der noch nie Meister war - den Vorrundenzweiten ERC Ingolstadt. "Unglaublich stark" seien die Oberbayern, die zunächst auf die Hannover Scorpions treffen.

© SID

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