Eishockey DEL
Wolfsburg und Krefeld ziehen ins Viertelfinale ein

Die Nürnberg Ice Tigers und die Krefeld Pinguine haben sich die letzten Direkt-Tickets für das Play-off-Viertelfinale in der Deutschen Eishockey Liga gesichert.

Krisenklub Nürnberg Ice Tigers und Ex-Meister Krefeld Pinguine haben sich die letzten Direkt-Tickets für das Play-off-Viertelfinale in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geschnappt. Pokalsieger EHC Wolfsburg und die Frankfurt Lions müssen dagegen zusammen mit den Hamburg Freezers und den Augsburger Panthern in die Vor-Play-offs.

Zugleich verzeichnete die DEL mit über 2,4 Mill. Besuchern (2 440 815) einen Zuschauerrekord. Durchschnittlich strömten 5 867 Fans in die Arenen. In der vergangenen Saison waren es noch rund 2, drei Mill. Besucher (2 311 997/Schnitt: 5 504). Die meisten Zuschauer kamen zu Meister Berlin (Schnitt 13 746).

Die Nürnberger, die nach dem Insolvenzantrag um ihr wirtschaftliches Überleben kämpfen, sicherten sich mit einem 2:1 (0: 0, 0:1, 2:0) am letzten Vorrundenspieltag in Frankfurt die Teilnahme an der Runde der letzten Acht. Dort treffen die "Eistiger" auf DEL-Rekordmeister Adler Mannheim. Krefeld behauptete durch ein 3:1 (1:0, 0:1, 2:0) Platz sechs. Im Viertelfinale ist die Düsseldorfer EG Gegner des deutschen Meisters von 2003.

Wolfsburg muss gegen Augsburg in Vor-Play-offs

Fünf Tage nach dem 5:3-Triumph im Cup-Finale gegen die Hannover Scorpions verpasste Play-off-Neuling Wolfsburg nur knapp den sechsten Rang. Nach dem 5:1 (1:0, 1:0, 3:1) beim Schlusslicht Füchse Duisburg muss der Aufsteiger der Vorsaison ab Donnerstag gegen Augsburg in die Vor-Play-offs, die in dieser Saison erstmals nach dem Modus "best of five" ausgetragen werden. Frankfurt bekommt es mit den Hamburgern zu tun, die sich mit einem 3:0 (1:0, 1:0, 1: 0) in Mannheim noch Platz acht sicherten.

Vorrundensieger Eisbären Berlin beendete die Punkterunde mit einem 4:3 (2:0, 2:2, 0:1) bei den Straubing Tigers. Der Titelverteidiger, der Platz eins schon vorher sicher hatte, trifft in der ersten Runde ebenso auf einen Qualifikanten wie der Tabellenzweite Hannover, der 3:1 (2:0, 0:0, 1:1) bei den Iserlohn Roosters gewann.

Nur noch statistische Bedeutung hatten die 2:3 (1:2, 0:1, 1:0)-Heimniederlage der DEG gegen Aufsteiger Kassel Huskies und der 4:3 (0:1, 2:0, 1:2, 1:0)-Sieg des ERC Ingolstadt nach Verlängerung gegen die Kölner Haie.

Mannheim entlässt Cheftrainer Dave King

Einen Tag vor dem Vorrundenfinale hatte Mannheim nach fünf Niederlagen in den vorangegangenen sechs Spielen die Reißleine gezogen und sich vom kanadischen Cheftrainer Dave King getrennt. Vor allem die desolate Leistung beim 2:5 am Freitag bei den Kölner Haien gab den Ausschlag. Der bisherige Assistent Teal Fowler übernahm als Interims-Coach die Verantwortung beim DEL-Rekordmeister.

"Wir mussten diese schwere Entscheidung treffen, um weiteren Schaden vom Klub abzuwenden. Es war kein weiterer Spielraum mehr vorhanden. Wir bedauern diese Entwicklung sehr", sagte Adler-Manager Marcus Kuhl. Es stand bereits seit Anfang Januar fest, dass der 61-jährige King die Adler am Saisonende verlassen würde. Der ehemalige kanadische Nationaltrainer, der Team Canada 1992 in Albertville zu Olympiasilber führte, war seit dem 23. Dezember 2007 im Amt, als er die Nachfolge des Ex-Bundestrainers Greg Poss angetreten hatte.

In Krefeld brachte der ehemalige Düsseldorfer Charlie Stephens die Pinguine in Führung (13.). Nach dem Ausgleich durch Christian Chartier (30.) sicherten Nationalspieler Patrick Hager (42.) und Lynn Loyns (56.) den Gastgebern die Viertelfinalteilnahme.

Im verbissenen Duell mit dem Tabellennachbarn Nürnberg mussten die Frankfurter vor 6 900 Zuschauern bis zur 28. Minute warten, ehe Jason Young das 1:0 erzielte. Brad Leeb (45.) und Andre Savage (47. ) drehten das Spiel zugunsten der Gäste. Für Wolfsburg trafen in Duisburg Jan-Axel Alavaara (12.), Tim Regan (33.), Kai Hospelt (38. ), Christoph Höhenleitner (44.) und Ken Magowan (47.).

Bei Fowlers Premiere als Chefcoach der Adler geriet Mannheim durch Nationalspieler John Tripp früh in Rückstand (5.). Daniel Sevo (27.) und Francois Fortier (41.) besiegelten die sechste Pleite der Mannheimer in den letzten sieben Vorrundenspielen. Den 36. Saisonsieg der Berliner schossen Andre Rankel (12. und 25.), Denis Pederson (16.) und Daniel Weiß (22.) heraus.

© SID

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