Eishockey DEL
Zach will über seinen Ex-Klub ins Finale

In den Play-offs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) empfangen die DEG Metro Stars heute den rheinischen Rivalen Kölner Haie zum ersten Halbfinal-Duell. Meister Eisbären Berlin trifft derweil auf die Hannover Scorpions.

Diese Paarung hat es in sich: Nicht nur die Abschiedstour von Hans Zach an alter Wirkungsstätte und die Neuauflage des Finals von 1996 stehen auf dem Programm, sondern auch die letzten Derbys an der altehrwürdigen Brehmstraße: Im sehnlich herbeigewünschten Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zwischen den rheinischen Rivalen DEG Metro Stars und Kölner Haie in der am Donnerstag beginnenden best-of-five-Serie (19.30 Uhr/live bei Premiere) steckt jede Menge Tradition und Zündstoff.

"Ich will mich mit dem Titel aus Köln verabschieden", hatte Haie-Trainer Hans Zach unlängst verkündet. Dafür wollen er und sein Team nun zunächst Zachs ehemaligen Düsseldorfer Arbeitgeber ausschalten, mit dem er von 1991 bis 1993 dreimal in Folge den Meistertitel errungen hatte. "Die DEG ist ein sehr unangenehmer Gegner. Ich rechne mit einer Entscheidung nach fünf Spielen", sagte der ehemalige Bundestrainer, der den achtmaligen Meister nach vier Jahren zum Saisonende verlässt.

Kathan: "Köln ist das Geilste, was uns passieren konnte"

In der Play-off-Statistik haben die Haie mit 15:13 Siegen knapp die Nase vorn. Die Saison-Statistik spricht aber für die DEG, die drei der vier Duelle gegen die Kölner für sich entschied. Daher ist man auf Seiten der Metro Stars mit dem Halbfinalgegner mehr als zufrieden. "Köln ist das Geilste, was uns passieren konnte", jubelte DEG-Stürmer Klaus Kathan: "Die Brehmstraße hat ein letztes Derby verdient." Das Halbfinale sichert den DEG-Fans vor dem Umzug in einen modernen Dom mindestens zwei weitere Schlagerspiele im ruhmreichen Düsseldorfer Eistempel.

Neben den finanziellen und logistischen Annehmlichkeiten eines Derbys stimmt für DEG-Manager Lance Nethery auch die sportliche Perspektive: "Wir haben gute Chancen, wieder einen großen Vereinserfolg zu schaffen." Zehn Jahre nach dem letzten Titelgewinn will das Team von Trainer Don Jackson ausgerechnet gegen den damaligen Endspielgegner aus Köln den Grundstein für einen neuerlichen Titelgewinn legen.

Hannover genießt die Rolle des Außenseiters

In der zweiten Halbfinal-Begegnung wollen die Hannover Scorpions nach dem Happy-End im Viertelfinalkrimi durch ein 5:3 im siebten Spiel beim ERC Ingolstadt auch Meister Eisbären Berlin (19. 30 Uhr/live bei Premiere) ein Bein stellen. "Warum soll ich nicht auch mit Hannover Meister werden?", fragt Verteidiger Shawn Heins, der in der Vorsaison mit den Eisbären den Titel an die Spree geholt hatte.

Auch Trainer Kevin Gaudet sieht im ersten Duell beider Teams im Play-off überhaupt durchaus Chancen: "Die Außenseiterrolle macht uns Spaß. Wir haben nichts zu verlieren, da hat man es natürlich einfacher, als immer mit dem Druck zu leben, gewinnen zu müssen."

Allerdings sieht der Kanadier das erste Aufeinandertreffen des im Modus best-of-five gespielten Halbfinals in der Hauptstadt realistisch: "Das wird ganz schwer, weil uns das Spiel am Dienstag noch in den Beinen steckt." Die Vorrundensieger aus Berlin hatten dagegen eine ganze Woche Spielpause, die sie laut Trainer Pierre Page zum "trainieren, schlafen und trainieren" genützt haben. "Kraft und Kondition hat meine Mannschaft für vier Drittel. Daran werden wir im Halbfinale nicht scheitern", sagte Page.

Katerstimmung in Ingolstadt

Beim Vorrundenzweiten ERC Ingolstadt lecken die Verantwortlichen nach der unerwarteten Niederlage gegen Hannover unterdessen ihre Wunden. "Kleinigkeiten haben den Ausschlag gegeben. Aber so ist Eishockey", sagte Trainer Ron Kennedy, nachdem sein Team den dritten Halbfinaleinzug in Folge verpasst hatte. Auch Stürmer Günther Oswald trauerte um die verpasste Chance: "Das Ausscheiden schmerzt, vor allem weil im Halbfinale ein attraktiver Gegner gewartet hätte."

© SID

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