Eishockey Deutschland-Cup
DEB-Auswahl leitet heute den Deutschland-Cup ein

Für Bundestrainer Uwe Krupp ist der Deutschland-Cup ein wichtiges Ereignis, um nach dem kurzzeitigen Abstieg auf Versöhnungskurs mit den Fans zu bleiben. Heute um 20.00 Uhr trifft die DEB-Auswahl dabei auf Japan.

Nach dem Abstieg vor 18 Monaten unter seinem Vorgänger Greg Poss führte Uwe Krupp die deutsche Nationalmannschaft auf dem schnellsten Wege zurück in die Eishockey-Erstklassigkeit. Beim heute beginnenden Deutschland-Cup will der Bundestrainer nun verlorene Sympathien zurückgewinnen.

Bereits 18 000 Tickets verkauft

Die Fans haben dem Team das Intermezzo in der Zweitklassigkeit offenbar verziehen. Bereits am Dienstag waren 18 000 Tickets für die 17. Auflage des Deutschland-Cups verkauft. Im Vorjahr hatten 8 893 Besucher an drei Tagen in Hannover für einen Minusrekord gesorgt. "Der harte Kern kommt, egal, ob es regnet oder schneit. Aber wir wollen auch andere ansprechen, und dafür müssen wir Erfolg haben", sagt Krupp.

Gelegenheit dazu hat das DEB-Team vor allem beim runderneuerten Heimturnier in Hannover. Erstmals wird mit sechs Teilnehmern in zwei Gruppen gespielt. Krupps Mannschaft trifft heute um 20.00 Uhr zunächst auf Japan, dann am Samstag (18.00 Uhr/beide live bei Premiere) auf die Schweiz. Am Sonntag finden die Platzierungsspiele gegen die Teams der anderen Gruppe, Kanada, Lettland und Slowakei, statt.

WM-Vorbereitung hat oberste Priorität

Noch wichtiger als Siege in den Testspielen ist Krupp die Vorbereitung auf die A-Weltmeisterschaft in Russland (27. April bis 13. Mai 2007). "Die Ergebnisse sagen nicht immer aus, wie sich eine Mannschaft entwickelt", meint der Bundestrainer, der weiter auf die B-Weltmeister von Amiens setzt. Die Spieler, die im Frühjahr in Frankreich den sofortigen Wiederaufstieg schafften, bilden auch den Kern für die A-WM. "Ich habe viel Vertrauen in diese Truppe. Sie hat gezeigt, dass in ihr alles stimmt - charakterlich und spielerisch."

15 Sieger von Amiens stehen folglich in Krupps Aufgebot, lediglich die verletzten Sascha Goc (Hannover) und Florian Busch (Berlin), der Kölner Tino Boos, dessen Frau ein Kind erwartet, der zurückgetretene Stefan Ustorf (Berlin) und die Nordamerika-Gastarbeiter Marco Sturm (Boston/NHL), Thomas Greiss (Worcester/AHL) und Felix Schütz (St. John/Qmjhl) fehlen.

Ergänzt hat der Bundestrainer sein Team unter anderem durch die Debütanten Kai Hospelt (Köln), Rene Röthke (Hannover) und den Deutsch-Kanadier John Tripp (Ingolstadt) sowie die Rückkehrer Erich Goldmann (Iserlohn), der zuletzt bei der WM 2004 für den DEB spielte, und Eduard Lewandowski (Mannheim), der vor der B-WM durchs Rost fiel.

Kein Thema mehr ist dagegen Klaus Kathan. Der Torjäger der DEG Metro Stars mache zwar in einer Mannschaft, die deutscher Meister werden wolle, "einen Superjob", so Krupp: "Aber er passt nicht in unser Team, das gegen den Abstieg kämpft."

© SID

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