Eishockey Deutschland-Cup
Deutschland nach Kantersieg im "kleinen Finale"

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist beim Deutschland-Cup durch einen souveränen 6:2 (4:0, 0:1, 2:1)-Sieg gegen Dänemark ins "kleine Finale" eingezogen. Routinier Sven Felski und Florian Busch trafen doppelt.

Nach dem überraschend deutlichen Erfolg gegen Dänemark hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft beim 18. Deutschland-Cup in Hannover wie im Vorjahr das Spiel um Platz drei erreicht und strebt dort die beste Platzierung seit vier Jahren an. Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp sicherte sich mit einem souveränen 6:2 (4:0, 0:1, 2:1)-Sieg gegen die Dänen den zweiten Platz in der Gruppe A und kann mit einem weiteren Erfolg am Sonntag (15.30 Uhr) gegen die Slowakei Rang drei im Abschlussklassement erreichen.

Doppelpack von Routinier Felski

Der Iserlohner Michael Wolf (3.), der Mannheimer Christoph Ullmann (13.) sowie die Berliner Sven Felski (17./19.) und Florian Busch (54./57.) erzielten vor 5 797 Zuschauern die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die den dritten Sieg in Folge gegen den Nachbarn verbuchte. Für die Dänen, die die deutsche Mannschaft bei der WM vor zwei Jahren in die Zweitklassigkeit geschickt hatten, trafen Kim Staal (31.) und Casper Degn (57.).

"Wir haben konzentriert begonnen, das Überzahlspiel hat gut geklappt. Wir hatten schnell ein Polster, damit spielt es sich leichter", sagte Krupp: "Im zweiten Drittel haben wir den Schongang eingelegt, da sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Im letzten Drittel haben wir das Spiel wieder zu uns herangezogen und es recht souverän nach Hause gefahren."

Für das Krupp-Team, das zum Auftakt 2:3 gegen die USA verloren hatte, war es der dritte Erfolg im fünften Länderspiel der Saison. Sechs Monate vor der WM in Kanada setzte die DEB-Auswahl, die mit Platz zwei 2003 das beste Resultat der letzten Jahre bei ihrem Heimturnier erreicht hatte, mit einer starken Leistung vor allem im ersten Drittel den Aufwärtstrend der vergangenen Monate fort.

Das Finale bestreiten am Sonntag (19.00 Uhr) die Schweiz und die USA. Die Eidgenossen zogen durch ein 2:1 (1:1, 1:0, 0:0) gegen den Vorjahressieger Slowakei ins Endspiel ein. Um Platz fünf spielen Dänemark und Japan (12.00 Uhr).

Deutschland mit vier Debütanten

Krupp, der neben den verletzten Petr Fical (Leistenbeschwerden) und Sascha Goc (Innenbandanriss im linken Knie) kurzfristig auch auf den erkrankten Alexander Barta (Magen-Darm-Beschwerden) verzichten musste, brachte in Jens Baxmann den vierten Debütanten innerhalb von vier Tagen aufs Eis. Vor dem Berliner Verteidiger hatten bereits der Iserlohner Chris Schmidt, der Ingolstädter Christoph Melischko und der Berliner Alexander Weiß ihre Premiere im DEB-Trikot gefeiert.

Schon nach dem ersten Drittel war eine Vorentscheidung gefallen. Das Krupp-Team spielte den WM-Zehnten regelrecht an die Wand. Gleich die erste Überzahlsituation nutzte Wolf zum frühen Führungstor. Der Iserlohner fälschte einen Schlenzer des Berliners Tobias Draxinger in den Winkel ab. Für den führenden Torschützen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) war es der 15. Treffer im 31. Länderspiel und der fünfte in den vergangenen vier Partien im DEB-Trikot, in denen er jeweils mindestens einmal traf.

DEB-Team nutzt Überzahlsituationen

Das deutsche Powerplay, das schon gegen die USA zu zwei Toren geführt hatte, blieb erfolgreich. Bei der nächsten Strafzeit der Dänen schloss Ullmann eine mustergültige Kombination über den Hamburger John Tripp und den Ingolstädter Yannic Seidenberg mit einem Schuss in den Winkel ab. Beim 3:0 rutschte der Puck nach einem Zuspiel des Kasselers Manuel Klinge von Felskis Schlittschuh über die Linie. Nur zwei Minuten später traf der Berliner Routinier sogar in Unterzahl: Als der Kölner Philip Gogulla auf der Strafbank saß, schlenzte der 32-Jährige den Puck an Torhüter Michael Madsen vorbei ins Tor.

Nach der ersten Pause ließ die Konzentration nach. Die Einzelaktionen häuften sich ebenso wie die Strafzeiten, der Spielfluss des ersten Durchgangs war dahin. Die Dänen nutzten die Schwächen der deutschen Mannschaft, die ihr drittes Spiel in vier Tagen bestritt, und kamen besser ins Spiel. Staal erzielte nach einem Abpraller von Torhüter Robert Müller das 1:4. Der Goalie des DEL-Schlusslichts Füchse Duisburg verhinderte danach gleich mehrfach einen weiteren Treffer der Skandinavier, hatte allerdings auch Glück, als der Puck nach einem Schuss von Andreas Andreasen gegen die Latte prallte (38.).

© SID

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