Eishockey Deutschland-Cup
Eidgenossen bremsen das DEB-Team aus

Nach dem Auftaktsieg gegen die USA kassierte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft im zweiten Spiel des Deutschland-Cup eine 1:2-Niederlage gegen die Schweiz. Alle Teams haben aber noch Chancen auf den Turniersieg.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihre Negativserie gegen den Erzrivalen Schweiz fortgesetzt und beim Deutschland-Cup im zweiten Spiel die erste Niederlage kassiert. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) unterlag vor der enttäuschenden Kulisse von nur 2 148 Besuchern in Hannover 1:2 (0:0, 0:2, 1:0) und wartet seit nunmehr anderthalb Jahren auf einen Sieg über die Eidgenossen.

Während Deutschland beim überzeugenden Auftakterfolg am Mittwoch über die USA (7:2) gleich drei Überzahltreffer gelangen, entpuppte sich gegen die Schweiz die schwache Ausbeute bei numerischer Überlegenheit diesmal als Handicap der jungen Mannschaft. Die Schweizer agierten cleverer und gingen zum vierten Mal in Folge gegen die DEB-Auswahl als Sieger vom Eis.

Poss bringt weitere Debütanten

Trotz des unglücklichen Spielverlaufs steckte die Mannschaft von Trainer Greg Poss und Assistent Uwe Krupp zu keinem Zeitpunkt den Kopf in den Sand. "Die Schweiz ist auf dem Sprung auf Platz sieben in der Welt. Das ist eine große Herausforderung für uns", hatte Poss vor der Partie gesagt. Zuletzt gelang dem DEB im April 2004 ein 3:2 über die Schweiz.

Poss hatte seine siegreiche Formation vom Mittwoch auf vier Positionen geändert. Die Berliner Florian Busch und Andre Rankel feierten in der vierten Sturmreihe als Spieler Nummer fünf und sechs beim Deutschland-Cup 2005 ihr Debüt im Nationaltrikot. Zudem rückte der Nürnberger Stefan Schauer in die Verteidigung und Torhüter Alexander Jung (Düsseldorf) für Thomas Greiss (Köln) zwischen die Pfosten. Sven Felski, Frank Hördler (beide Berlin) und Michael Wolf (Iserlohn) erhielten ebenfalls eine Pause.

Bührer lässt DEB-Stürmer verzweifeln

Mitte des ersten Abschnitts eröffnete sich die Riesenchance zur eigenen Führung, als gleich zwei Schweizer DEB-Kapitän Stefan Ustorf regelwidrig bremsten und jeweils zwei Minuten auf die Strafbank mussten. Doch Marco Bührer hielt das Schweizer Tor sauber. Auch Björn Barta und Petr Fical, die beim Sieg über die USA beide noch getroffen hatten, vergaben kurz vor der Sirene binnen weniger Sekunden jeweils aus guter Position (18.).

Die schwache Chancenverwertung rächte sich im zweiten Abschnitt. Daniel Steiner nutzte eine 5:4-Überzahl der Gäste zur Führung (23.). Als Deutschland auf den Ausgleich drängte und die Eidgenossen in deren eigener Zone förmlich einschnürte, fiel ebenso überraschend das 0:2 durch Viktor Stanescu (29.).

Ullmann triftt in der Schlussminute

Die junge deutsche Mannschaft tat sich schwer, den Rückstand zu verdauen. Sowohl Schauer (32.) als auch Alex Barta (33.) vergaben kläglich. Und eine erneute doppelte Überzahl für über 100 Sekunden (34.) endete sogar ohne echte Torchance für die seit dem Abstieg bei der A-WM im Frühjahr nur noch zweitklassigen Deutschen. Nach 42 Minuten hätte der Kölner Eduard Lewandowski alleinstehend vor dem Schweizer Tor die Partie noch einmal frühzeitig spannend machen können. Doch er scheiterte an Bührer. Der Ehrentreffer gelang erst Christoph Ullmann von den Adler Mannheim in der Schlussminute.

Am frühen Abend hatte zuvor die Slowakei überraschend Kanada 4:0 besiegt. Damit haben alle Mannschaften noch Chancen auf den Sieg.

© SID

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