Eishockey Deutschland-Cup
Knapper Sieg für DEB-Team

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich beim Deutschland-Cup mit 2:1 nach Penaltyschießen gegen die Slowakei durchgesetzt und die Chancen auf den Turniersieg gewahrt.

Mit einem erneuten Kraftakt hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft endlich den Befreiungsschlag nach dem WM-Debakel von Bern geschafft. Nach dem unglücklichen 2:3 gegen die USA besiegte das Team von Bundestrainer Uwe Krupp in seinem zweiten Spiel beim Deutschland-Cup in München die Slowakei mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen. Wie schon gegen die Amerikaner holte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) einen Rückstand auf, wurde diesmal aber mit dem bitter nötigen Erfolgserlebnis belohnt.

Vor 5 824 Zuschauern in der Olympiahalle sicherten der Mannheimer Chris Schmidt (41.) und Michael Wolf mit dem entscheidenden Penalty dem Krupp-Team beim einzigen Härtetest vor den Olympischen Spielen in Vancouver den fünften Sieg in Folge gegen den Lieblingsgegner Slowakei. Milan Bartovic (30.) hatte den Weltmeister von 2002 in Führung gebracht. Damit hat die deutsche Mannschaft im abschließenden Spiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den Erzrivalen Schweiz die Chance auf den dritten Turniersieg nach 1995 und 1996.

Krupp: "Die Mannschaft hat mit viel Herz gespielt"

"Es war ein harter Kampf. Jeder hat alles gegeben und ist bis an die Grenze gegangen", sagte Krupp: "Die Mannschaft hat mit viel Herz gespielt und sehr hart gearbeitet. Gestern hatten wir Pech, heute Glück. So eng sind die Spiele im internationalen Eishockey."

Krupp hatte sein Team gegenüber der Auftaktniederlage auf zwei Positionen umgestellt. Für Debütant Rob Zepp (Eisbären Berlin) stand der Augsburger Dennis Endras im Tor. Im Sturm erhielt der Düsseldorfer Patrick Reimer, den der Bundestrainer in der Vergangenheit meist ignoriert hatte, eine neue Bewährungschance. Dafür pausierte der Mannheimer Yannic Seidenberg. Erneut auf der Tribüne saß Neuling Thomas Holzmann (Kassel Huskies).

Hochkarätige Torchancen für die Angriffsreihe

Die DEB-Auswahl begann mit viel Tempo und Engagement. Vor allem die erste Reihe mit Torjäger Wolf, dem Deutsch-Kanadier Travis Mulock (Berlin) und Rückkehrer Thomas Greilinger (Ingolstadt), dem Topscorer der Deutschen Eishockey Liga (DEL), machte viel Druck und erspielte sich einige hochkarätige Torchancen. Doch Mulock (4.) und Wolf (7.), der zuletzt am 18. April (7:2 gegen Dänemark) für die Nationalmannschaft getroffen hatte, scheiterten knapp.

Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Gastgeber das Spiel noch fester im Griff und mehrmals das 1:0 auf dem Schläger. Die beste Chance vergab Kapitän Sven Felski (29.). Wie aus heiterem Himmel fiel das Führungstor für die Slowaken. Bartovic überraschte Torhüter Endras mit einem verdeckten Schuss in den Winkel. Plötzlich war der Faden im deutschen Spiel gerissen, und die deutsche Mannschaft ließ sich ins eigene Drittel zurückdrängen.

Wie schon am Freitag fehlte der DEB-Auswahl im Powerplay lange die Durchschlagskraft. Gegen die USA hatte Krupps Team acht Überzahlsituationen ungenutzt gelassen, gegen die Slowaken schlug es aus den ersten vier 5:4-Chancen ebenfalls kein Kapital. Erst zu Beginn des Schlussdrittels gelang das erste Powerplay-Tor, als Schmidt einen Pass von Jason Holland zum Ausgleich verwertete.

USA nach Sieg gegen Schweiz Tabellenführer

Den Turniersieg haben die USA vor Augen. Das Team mit dem ehemaligen Bundestrainer Greg Poss als Assistenzcoach an der Bande feierte im zweiten Spiel mit einem 3:2 (0:1, 0:0, 2:1, 0:0 1:0) nach Penaltyschießen gegen die Schweiz den zweiten Sieg und übernahm vor der letzten Partie gegen die Slowakei am Sonntag (17. 00 Uhr) die Tabellenführung.

Der Augsburger Chris Collins verwandelte den entscheidenden Penalty. Zuvor hatten Schweden-Legionär Kyle Klubertanz (3.) und der Mannheimer Andy Hedlund (56.) für die USA sowie Hnat Domenichelli (43.) und Ryan Gardner (45.) für die Eidgenossen getroffen.

© SID

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