Eishockey Deutschland-Cup
Krupp-Team verpatzt Deutschland-Cup-Auftakt

Die USA haben sich 24 Stunden nach der Testspielniederlage gegen die DEB-Auswahl revanchiert und den Gastgeber beim Deutschland-Cup mit 3:2 geschlagen. Wolf und Tripp gelangen in Hannover die deutschen Treffer.

Trotz Aufholjagd hat die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bereits nach dem ersten Auftritt beim Deutschland-Cup kaum noch Chancen auf das Erreichen des Finales. Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp unterlag im ersten Vorrundenspiel in Hannover den USA nach aufopferungsvollem Kampf mit 2:3 (0:2, 1:1, 1:0), nachdem 24 Stunden vorher bei der Generalprobe in Köln gegen den gleichen Gegner noch ein 4:2 gelungen war.

Deutlicher Sieg gegen Dänemark Pflicht

Um den Einzug ins Endspiel doch noch zu schaffen, müsste die DEB-Auswahl nicht nur am Samstag (18.00 Uhr/live im DSF) ihr zweites Gruppenspiel gegen Dänemark deutlich gewinnen. Außerdem müssten die Dänen am Freitag (20.00 Uhr) die favorisierten Amerikaner schlagen.

Vor 3 000 Zuschauern reichte eine furiose Aufholjagd mit Toren des Iserlohners Michael Wolf (33.) und des Hamburgers John Tripp (57.) nicht, um die 55. Niederlage im 89. Vergleich mit den USA zu verhindern. Für den zweimaligen Weltmeister, der fast ausschließlich mit Europa-Legionären antrat, trafen Steve Saviano (17.), der Düsseldorfer Andrew Hedlund (20.) und Tim Stapleton (31.).

Die DEB-Auswahl, die auf die verletzten Petr Fical (Leistenbeschwerden) und Sascha Goc (Innenbandanriss im linken Knie) verzichten musste, gab allerdings auch nach einem 0:3-Rückstand nicht auf und kämpfte aufopferungsvoll.

"Ich gehe davon aus, dass die Jungs ziemlich k.o. sind"

"Ich gehe davon aus, dass die Jungs ziemlich k.o. sind. Sie haben schon ein ganz schönes Pensum hinter sich", hatte Krupp vor dem zweiten Duell innerhalb von 26 Stunden befürchtet. Der Elan und die Euphorie vom Abend zuvor fehlten in der Tat im Auftaktdrittel. Dagegen ging das US-Team deutlich entschlossener und eingespielter zu Werke.

Mit der Leistung seiner jungen Mannschaft war Krupp trotz des Sieges im ersten Vergleich nicht zufrieden gewesen. "Wir dürfen nicht rumpassen und für die Galerie spielen, das ist für uns ineffektiv", kritisierte der Bundestrainer: "Wir müssen gradlinig spielen und immer wieder Schüsse zum Tor abgeben. Das verspielte, kreative Element können wir reinbringen, wenn es gut läuft."

Bei der Revanche in Hannover lief es nicht so gut wie in Köln, wo zwei frühe Tore den Deutschen in die Karten gespielt hatten. Trotz vieler Überzahlgelegenheiten in den ersten zehn Minuten gelang der DEB-Auswahl diesmal nicht der Führungstreffer. In ernste Bedrängnis geriet das Krupp-Team, als der Nürnberger Aleksander Polaczek nach einem Check gegen den Kopf von Saviano mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vom Eis und seine Mannschaft fünf Minuten in Unterzahl spielen musste.

Die Amerikaner nutzten die Chance zum 1:0 durch Saviano. 31 Sekunden vor der ersten Drittelsirene überwand zudem DEG-Verteidiger Hedlund Torhüter Dimitrij Kotschnew mit einem Schlagschuss von der blauen Linie. Nach dem dritten Gegentor machte der Nürnberger Goalie dem Berliner Youri Ziffzer Platz. Der 21-Jährige kehrte schon eine Minute später wieder auf die Bank zurück, weil Krupp alles auf eine Karte setzte und bei doppelter Strafzeit gegen die USA einen sechsten Feldspieler aufs Eis schickte. Mit Erfolg: Torjäger Wolf gelang mit seinem 14. Länderspieltreffer das 1:3.

Schweiz schrammt an Pleite vorbei

Zum Auftakt war die Schweiz in der Gruppe B nur knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Der WM-Achte tat sich beim 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) gegen Außenseiter Japan sehr schwer. Vor 800 Zuschauern sicherte Marc Reichert erst sechs Minuten vor Schluss den Sieg der Eidgenossen, die in den vergangenen beiden Jahren jeweils Platz zwei belegt hatten. Das Krueger-Team spielt am Samstag (14.30 Uhr) gegen die Slowakei um den erneuten Einzug ins Finale.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%