Eishockey International
Bykow neuer Coach der "Sbornaja"

Wjatscheslaw "Slawa" Bykow ist neuer Trainer der russischen Eishockey-Nationalmannschaft. Der zweimalige Olympiasieger löst Wladimir Krikunow ab und soll die "Sbornaja" 2007 im eigenen Land zum WM-Titel führen.

Mit dem zweimaligen Olympiasieger Wjatscheslaw "Slawa" Bykow als neuem Trainer peilt Russland im kommenden Jahr bei der Eishockey-Weltmeisterschaft im eigenen Land die Rückkehr auf den WM-Thron an. Der 46 Jahre alte Ex-Torjäger wurde am Freitag von Verbandspräsident Wjatscheslaw Tretjak als neuer Cheftrainer der "Sbornaja" vorgestellt.

Bykow ist Nachfolger von Wladimir Krikunow, der nach dem verpassten Halbfinaleinzug bei der WM in Lettlands Hauptstadt Riga im vergangenen Mai zurückgetreten war. Der ursprünglich als neuer Trainer vorgesehene Sinetula Biljaletdinow, Coach des russischen Meisters AK Bars Kasan, hatte dem Verband eine Absage erteilt. Mit Bykow wollen die Russen an die goldenen Zeiten der Udssr-Vergangenheit anknüpfen, als die "Sputniks" 23 WM-Titel und achtmal Olympia-Gold holten. Letztmals Weltmeister wurde Russland 1993. Bykow ist der 14. russische Nationaltrainer seit 1992.

"Es lastet der große Druck auf der Mannschaft, im kommenden Jahr auf eigenem Eis WM-Gold holen zu müssen. Aber das macht mir keine Sorgen. Ich war es als Spieler und bin es als Trainer gewohnt, mit Drucksituationen umzugehen", sagt Bykow, der seit 2004 Zska Moskau betreut. Als Spieler war er mit dem Armeeklub siebenmal Landesmeister und einmal Europacupsieger geworden.

Mit dem Sowjet-Team und den Mannschaften der Udssr-Nachfolgeländer gewann der aus Tscheljabinsk im Ural stammende Ex-Stürmer sechs WM-Titel. Bykow bestritt 99 Länderspiele und erzielte 49 Tore. Nach seiner aktiven Karriere bei Zska spielte er von 1990 bis 1998 bei Fribourg-Gotteron in der Schweiz.

Spartak Moskau vor dem Aus

Am Rande der Bykow-Vorstellung wurde am Freitag bekannt, dass Zskas langjähriger Dauerrivale Spartak Moskau vor dem Aus steht. Der Traditionsklub, der in den 60er- und 70er-Jahren vier Udssr-Titel gewann, steht vor einem enormen Schuldenberg.

© SID

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