Eishockey International
Russland lässt Ablöse-Vertrag mit NHL platzen

Das Veto Russlands hat den Vertrag zwischen Iihf und der NHL platzen lassen. Die russischen Klubs wollen eine höhere Ausbildungsentschädigung für wechselnde Spieler als die bisher vertraglich festgelegten 200 000 Dollar.

Die europäischen Eishockey-Verbände und die NHL haben sich nicht auf ein vertraglich fixierte Ausbildungsentschädigung einigen können. Russland hat dem ausgehandelten Vertrag zwischen dem Internationalen Eishockey-Verband (Iihf) und der NHL über die Ausbildungsentschädigungen für europäische Spieler nicht zugestimmt. "200 000 Dollar für Spieler wie Jewgenij Malkin oder Alexander Owetschkin sind zu wenig", sagte Wladislaw Tretjak, Präsident des russischen Verbandes, am Mittwoch in Moskau und forderte Ablösesummen in Höhe von einer Million Dollar für russische Topspieler, die in die nordamerikanische Profiliga wechseln.

Damit muss der vorliegende Vertragsentwurf, der bis 2011 gültig sein soll, geändert werden. Bei einer Beteiligung Russlands wollte die NHL eine jährliche Pauschalsumme von 12,5 Mill. Dollar zahlen, mit der maximal 60 Transfers nach Nordamerika abgegolten werden sollen. Sollten mehr Europäer zu NHL-Klubs wechseln, sollte eine Bonuszahlung fällig werden. Ohne Russland wird der Betrag niedriger ausfallen. Laut Franz Reindl, Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), waren für diesen Fall 9,5 Mill. Dollar für maximal 50 Spieler im Gespräch.

Druck russischer Klubs verhindert Ratifizierung

Russland hatte auf Druck seiner Klubs bereits den auslaufenden Vertrag nicht unterzeichnet, nach dem die NHL 200 000 Dollar pro Spieler zahlte. Obwohl die russischen Klubs vor Gericht zogen, konnten sie den Wechsel ihrer Stars nach Nordamerika nicht verhindern. Weil sie der Vereinbarung nicht zugestimmt hatten, erhielten sie überhaupt keine Ausbildungsentschädigung. "Wir wollen nur, dass unsere Verträge in Russland von der NHL genauso akzeptiert werden wie wir ihre Verträge akzeptieren", sagte Tretjak: "Wer einen Spieler haben will, der bei uns unter Vertrag steht, muss ihn herauskaufen."

Dem neuen Vertrag haben laut Iihf-Präsident Rene Fasel alle anderen Länder zugestimmt. Reindl hatte bereits angekündigt, die neue Vereinbarung zu akzeptieren. "Jetzt werden die Bedingungen angepasst", sagte Fasel, versprach aber: "Jeder Klub bekommt weiter 200 000 Dollar für jeden Spieler."

© SID

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