Eishockey Nationalmannschaft
Bundestrainer Krupp wohl ohne NHL-Profis zur WM

Die schlechten Nachrichten für Uwe Krupp reißen nicht ab. Bei der Weltmeisterschaft in Russland (27. April bis 13. Mai) muss der Eishockey-Bundestrainer wahrscheinlich ganz ohne Profis aus der NHL auskommen.

Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp muss improvisieren: Bei der Weltmeisterschaft in Russland (27. April bis 13. Mai) wird Krupp wohl auf Profis aus der NHL verzichten müssen. Verteidiger Dennis Seidenberg von den Carolina Hurricanes, mit dem der Bundestrainer fest gerechnet hatte, laboriert an einer Leistenverletzung. "Sein Klub hat ihn zu einem Spezialisten nach Philadelphia geschickt", berichtete der Krupp nach dem 4:2-Sieg im vierten WM-Testspiel am Samstag in Krefeld gegen Dänemark: "Ich bin eher pessimistisch."

Seidenberg hatte mit Titelverteidiger Carolina die Play-offs um den Stanley Cup verpasst und sollte eigentlich schon in der kommenden Woche nach Deutschland kommen. Sollte der 25-Jährige tatsächlich ausfallen, wäre er der fünfte Abwehrspieler, der verletzt absagen muss. Zuvor hatten bereits Sascha Goc (Hannover Scorpions), Andreas Renz (Kölner Haie), Stefan Schauer (Nürnberg Ice Tigers) und Rainer Köttstorfer (Krefeld Pinuinge) wegen Verletzungen Krupp einen Korb geben müssen.

Sturm-Einsatz weiter offen

Weiter offen ist der WM-Einsatz von Marco Sturm. Der Angreifer der Boston Bruins will wegen seines Umzugs von Kalifornien an die Ostküste erst Ende nächster Woche entscheiden, ob er mit nach Russland fliegt. "Ich bin nicht ganz so zuversichtlich", sagte Krupp. Der einzige deutsche Stanley-Cup-Sieger hofft nun auf ein frühes Play-off-Aus der San Jose Sharks: "Wenn sie gegen Nashville ausscheiden, kommen Christian Ehrhoff und Marcel Goc. Für sie wäre das natürlich nicht so schön, aber uns würde es sehr helfen." Nach zwei Spielen der "best of seven"-Serie stand es 1:1.

Trotz der zahlreichen Ausfälle ist Krupp knapp zwei Wochen vor dem WM-Start mit dem Stand der Vorbereitung sehr zufrieden. "Wir haben in vier Spielen nur ein einziges schlechtes Drittel gezeigt, am Donnerstag beim 2:4 gegen Dänemark. Heute war das zweite Drittel durchwachsen, aber alle anderen waren sehr, sehr gut", bilanzierte er nach vier von sechs WM-Tests und drei Siegen in Folge: "An dieser Truppe ist wirklich nicht viel auszusetzen. Sie spielt gutes Eishockey, hält zusammen und zeigt Moral und Kampfgeist."

DEB-Auswahl biegt Rückstand noch um

Im zweiten Duell mit dem WM-13. Dänemark musste die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) wie schon beim 4:2 zwei Tage zuvor einem Rückstand hinterherlaufen. Nach dem frühen 1:0 durch den Berliner Andre Rankel nach 21 Sekunden geriet Krupps Team durch Tore von Kirill Starkov (5.) und Christoffer Kjärgaard (34.) nach einem kapitalen Fehlpass des Kölners Lasse Kopitz ins Hintertreffen. Der Ingolstädter John Tripp (48.) in Überzahl, der Iserlohner Michael Wolf (50.) und der Kölner Philip Gogulla, der 22 Sekunden vor Schluss ins leere Tor traf, sorgten im starken Schlussdrittel für das dritte Erfolgserlebnis in der WM-Vorbereitung. Vor den Siegen gegen Dänemark hatte die deutsche Mannschaft bereits in Lettland 3:1 gewonnen, nachdem sie das erste Spiel in Riga 2:3 nach Penaltyschießen verloren hatte.

Die letzten beiden WM-Tests am Donnerstag (19.45 Uhr) in Herisau und am Samstag (15.30 Uhr) in Rapperswil gegen die Schweiz wird Krupp voraussichtlich mit dem selben Personal bestreiten. Erst danach sollen die Nationalspieler der DEL-Finalisten Adler Mannheim und Nürnberg Ice Tigers zum Team stoßen, das am 24. April nach Moskau fliegt und vier Tage später im Vorort Mytischtschi sein Auftaktspiel gegen Rekordweltmeister Kanada bestreitet.

© SID

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