Eishockey Nationalmannschaft
Bundestrainer übt Kritik am deutschen Eishockey

Uwe Krupp sieht wenige Tage vor dem Auftakt der WM in Russland schwarz für das deutsche Eishockey. Der Bundestrainer kritisierst die Strukturen und fordert eine Reduzierung des Ausländerkontingentes in der DEL.

Wenige Tage vor dem Start der WM in Russland hat Bundestrainer Uwe Krupp heftige Kritik an den Strukturen im deutschen Eishockey geübt. "Ich glaube, dass die Zeit kommt, in der wir aussterben - wenn keine Veränderungen passieren. Mit dem jetzigen Modell werden wir nicht in der Lage sein, uns noch lange zu halten", sagte Krupp in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Krupp nannte fehlende Medienpräsenz und fehlende Identifikation mit deutschen Spielern als Gründe für die bedrohliche Situation. "In unserer heutigen Nationalmannschaft fällt überregional der eine oder andere Name auf, mehr nicht. Wir machen zu Hause Länderspiele vor 3 000 Zuschauern. Das ist kein gutes Zeichen, da steckt irgendwo der Wurm drin", meinte der Bundestrainer. Die Zeit sei reif, um etwas zu verändern.

Krupp sieht Schweiz als Vorbild

Als Vorbild nannte der bislang einzige deutsche Stanley-Cup-Sieger den aktuellen Länderspielgegner Schweiz: "Die reduzieren jetzt auf vier Ausländer, und jeder Erstligaverein macht eine super Nachwuchsarbeit. Wir laufen den Schweizern um Klassen hinterher." Krupp regte an, die Kontingentstellen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zumindest auf acht zu reduzieren. Ansonsten sehe die Zukunft wenig rosig aus: "Es steht kein Zeichen auf Veränderung am Horizont. Es wird jedes Jahr deutlicher, dass wir aufgrund unserer Strukturen nicht so arbeiten können wie die anderen."

© SID

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