Eishockey Nationalmannschaft
DEB-Auswahl patzt im Test gegen Österreich

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat fünf Tage vor dem Auftakt der B-WM ein Testspiel gegen Mitabsteiger Österreich 3:4 (1:0, 1:3, 1:1) verloren. Goalie Robert Müller offenbarte ungewohnte Schwächen.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist fünf Tage vor Beginn der B-WM noch nicht in Bestform, hat aber zumindest die Torflaute beenden können. Gegen Mitabsteiger Österreich kassierte das Team von Bundestrainer Uwe Krupp eine knappe 3:4 (1:0, 1:3, 1:1)-Pleite und damit die dritte Niederlage in Folge. "Wir haben nur reagiert und nicht agiert. Wir haben zu ängstlich gespielt und wollten keine Fehler machen. So kann man nicht gewinnen", sagte Krupp. Das Unternehmen Wiederaufstieg beginnt für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am kommenden Montag in Amiens gegen Israel.

Barta beendet Torflaute

Nach genau 157 Spielminuten beendete Alexander Barta die torlose Zeit. Der Hamburger erzielte in einem hitzigen Duell mit insgesamt 191 Strafminuten in der zehnten Minute nach Zuspiel des Nürnbergers Petr Fical das 1:0. Zuvor hatte der Mannheimer Verteidiger Stephan Retzer beim 1:0 gegen Ungarn am 8. April zum letzten Mal den Puck im gegnerischen Tor versenkt. Danach war das Krupp-Team gegen die Schweiz zweimal ohne Treffer geblieben (jeweils 0:1).

Barta bereitete vor 2 300 Zuschauern auch den zweiten deutschen Treffer vor, den Fical (24.) nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Matthias Trattnig (23.) erzielte. Dann patzte der sonst so zuverlässige Torhüter Robert Müller, der schon beim 1:1 nicht gut ausgesehen hatte: Zunächst ließ er den Schuss von Roland Kaspitz passieren (29.), dann legte sich der Krefelder den Puck nach einem Pass von David Schuller selbst ins Netz (35.).

Beim 2:4 durch Trattnig war Müller allerdings machtlos, weil seine Vorderleute nicht aufpassten (44.). Es war jedoch die Vorentscheidung, den Gastgebern gelang nur noch der Anschlusstreffer durch den Mannheimer Christoph Ullmann (57.). Österreich ist auch bei der WM-Generalprobe am Donnerstag (19.30 Uhr) in Essen Gegner der deutschen Mannschaft.

Dennis Seidenberg verletzt - Marco Sturm kommt

Die DEB-Auswahl, die bei der WM auf den verletzten Dennis Seidenberg (Phoenix Coyotes) verzichten muss und noch ohne die Nationalspieler des alten und neuen Meisters Eisbären Berlin und von "Vize" DEG Metro Stars sowie NHL-Profi Marco Sturm (Boston Bruins) antrat, tat sich zunächst sehr schwer. Dreimal durfte sie in der Anfangsphase in Überzahl agieren, doch sie hatte Mühe, den Puck im Angriffsdrittel zu halten, Torchancen brachte sie überhaupt nicht zu Stande.

Erst nach knapp zehn Minuten lief es besser: Zunächst scheiterte Ullmann am österreichischen Torhüter Gert Prohaska, dann traf Barta nur wenige Sekunden später zum 1:0. Glück hatte Müller in der 14. Minute: Der frühere DEL-Profi Dieter Kalt setzte den Puck an die Latte und vergab damit die größte Chance der Österreicher, die zeitgleich mit den Deutschen in Tallin/Estland um den Wiederaufstieg kämpfen, im ersten Drittel.

DEB-Fans unzufrieden

Im zweiten Abschnitt wurden die Gäste stärker, profitierten bei ihren drei Treffern aber von Müllers Unsicherheiten. Die Iserlohner Fans forderten daraufhin lautstark Roosters-Goalie Dimitrij Kotschnew. Das DEB-Team blieb in Überzahl weiter harmlos: Selbst vier Minuten mit fünf gegen vier konnten nicht zu einem Tor genutzt werden. Zu Beginn des Schlussdrittels wurden die Zuschauer ungeduldig. "Wir haben bezahlt, wir wollen was sehen", skandierten sie angesichts der wenig berauschenden Vorstellung der deutschen Mannschaft.

Stimmung kam erst wieder zehn Minuten vor Schluss bei einer Massenschlägerei auf, bei der der Schweizer Schiedsrichter Daniel Stricker insgesamt drei Spieldauer-Disziplinarstrafen, eine Matchstrafe und eine zehnminütige Disziplinarstrafe verhängte.

© SID

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