Eishockey Nationalmannschaft
DEB geht auf die Nada zu

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) geht im Fall Florian Busch auf die Nationale Anti-Doping-Agentur zu und hat eine juristische Klärung nahegelegt.

In den Fall Florian Busch kommt Bewegung. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat versöhnliche Töne angeschlagen und der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) eine juristische Klärung vor dem Ad-hoc-Schiedsgericht des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb) nahegelegt. "Wir versuchen, Einvernehmen zu erzielen und die Dinge zu befrieden, damit wir uns wieder auf den Sport konzentrieren können", sagte DEB-Vizepräsident Uwe Harnos am Donnerstag am Rande der WM in Halifax.

Gespräche im Mai

So sollen am 16. Mai in Frankfurt mit der Nada unter Vermittlung des Dosb Gespräche geführt werden, um die von der Nada gekündigte Trainingskontrollvereinbarung wieder in Kraft treten zu lassen. Außerdem will der DEB dem Bundesinnenministerium, das seine Fördergelder vorerst gestoppt hat, die Gründe für das milde Urteil gegen den Berliner Nationalspieler darstellen. Busch war nach einer verweigerten Dopingkontrolle nicht wie im Nada-Code vorgesehen mit einer Sperre, sondern lediglich mit einer Geldstrafe und gemeinnütziger Arbeit belegt worden.

Zudem legte der DEB der Nada nahe, beim Ad-hoc-Schiedsgericht des Dosb Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. "Wir haben allen, auch der Nada, immer gesagt: Ruft dieses Gericht an, es ist unser Wunsch, dass der Fall dort geklärt wird", sagte DEB-Präsident Hans-Ulrich Esken. Laut Vize Harnos ist das Ad-hoc-Schiedsgericht zuständig, weil das Deutsche Nationale Sportschiedsgericht noch nicht handlungsfähig ist. Zugleich verteidigte der Verband erneut das milde Urteil. "Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen entschieden", sagte Harnos.

Der Weltverband Iihf hatte am Mittwoch die Spielberechtigung für Busch bestätigt, obwohl die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) einen WM-Ausschluss gefordert hatte. In der Begründung hieß es, dass der nationale Sportrechtsweg noch nicht ausgeschöpft sei. Die Wada kündigte am Donnerstag an, weitere rechtliche Schritte zu prüfen.

Deutsche WM-Spieler "zu 100 Prozent im Kontrollsystem erfasst"

DEB-Generalsekretär Franz Reindl stellte noch einmal klar, dass alle deutschen WM-Spieler der Nada gemeldet seien. "Sie sind zu 100 Prozent im Kontrollsystem erfasst", sagte Reindl. Die Nada hatte kritisiert, dass neun WM-Spieler nicht im Testpool erfasst seien. Laut Reindl wurden zum 1. September 2007 28 Nationalspieler gemeldet, die "von uns ganzjährig betreut werden". In dieser Liste seien die NHL-Profis nicht enthalten gewesen, "damit sie anderen nicht den Platz wegnehmen".

In der laufenden Saison sei dann vor jedem Turnier und jedem Länderspiel eine aktuelle Liste an die geschickt worden, so auch vor der WM in Kanada. "Alle Spieler, die hier sind, standen auf einer dieser Listen und sind auch kontrolliert worden", erklärte Reindl.

© SID

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