Eishockey Nationalmannschaft
DEB-Herren kämpfen um Anschluss an die Weltelite

Nach dem Wiederaufstieg in die A-Gruppe geht es für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft darum, sich in der Weltspitze zu etablieren. Mit der Slowakei wartet heute (18.30 Uhr) gleich ein hochkarätiger Gegner.

Der Wiederaufstieg der deutschen Eishockey-Herren in die A-Gruppe liegt 126 Tage zurück. Der eigentliche Weg zurück in die Weltelite beginnt für die von Uwe Krupp trainierte Nationalmannschaft hingegen erst. Das Spiel in Mannheim gegen Ex-Weltmeister Slowakei (18.30 Uhr) soll ein erster Prüfstein für die Auswahl des Deutschen-Eishockey-Bundes (DEB) sein. "Wir haben unser erstes Ziel, den Aufstieg in die A-Gruppe, erreicht. Jetzt müssen wir uns wieder auf das Niveau der Topnationen bewegen", gibt Bundestrainer Krupp den Weg vor.

Der hochkarätige Gegner, der mit seinen besten, in Europa tätigen Profis antritt, kommt knapp acht Monate vor der A-WM in Moskau gerade recht. "Die Slowaken spielen auf sehr hohem Niveau. Da werden wir gleich spüren, wie es in der A-Gruppe zugeht", betonte Krupp.

"Enthusiasmus und Begeisterung reichen nicht aus"

Der einzige deutsche Stanley-Cup-Sieger, der nach der erfolgreichen B-WM in Frankreich seinen Vertrag als Bundestrainer unbefristet verlängerte, will vier Tage vor dem Saisonstart der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) sehen, wie die Sieger von Amiens eine Etage höher agieren. Bei der Weltmeisterschaft in Russland (27. April bis 13. Mai 2007) seien andere Qualitäten gefragt, "Enthusiasmus und Begeisterung reichen da nicht aus".

Erfahrung und Kampfgeist seien gegen die Topnationen notwendig - und mehr als bei der B-WM, bei der das junge Team nur selten über 60 Minuten gefordert wurde, "tadellose Fitness". "Da braucht man Leute, die im vierten, fünften Spiel, wenn es drauf ankommt, noch voll da sind", sagte Krupp.

14 der 23 Spieler, die gegen die Slowakei auflaufen, gehörten schon zum Kader der B-WM. Routiniers wie der Düsseldorfer Daniel Kreutzer, der Kölner Tino Boos oder der Berliner Sven Felski erhalten von Krupp eine Pause. Andere wie die Mannheimer Tomas Martinec und Felix Petermann oder der Iserlohner Michael Wolf, die kurz vor der WM aus dem Aufgebot gestrichen worden waren, bekommen eine neue Chance. Die im Frühjahr ausgebooteten Eduard Lewandowski und Klaus Kathan dagegen fanden erneut keine Berücksichtigung.

Verbleib in der A-Gruppe ist das Ziel

Das Länderspiel gegen den Weltmeister von 2002 ist nur der erste Schritt auf dem langen Weg nach Moskau. Beim Deutschland-Cup in Hannover (9. bis 12. November), beim Suisse-Cup in Basel (9. bis 11. Februar 2007) sowie acht weiteren Länderspielen will Krupp sehen, wer sich für das Unternehmen Klassenerhalt in Russland am besten eignet.

Der Verbleib in der A-Gruppe ist, so der frühere NHL-Star, das erklärte Ziel. "Alles andere wäre ein Bonus", sagte Krupp, der allerdings schon über die beginnende Saison hinausblickt. Olympia in Vancouver und die WM im eigenen Land 2010 sind die langfristigen Perspektiven. "Wir wollen eine schlagkräftige Truppe formen, die dann oben mitspielen kann", betonte der Bundestrainer, der Blick gehe nach oben.

© SID

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