Eishockey Nationalmannschaft
DEB-Team geht mit Müller in Länderspiel-Serie

Die Rückkehr von Torwart Robert Müller ist die wichtigste Personalie bei der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft vor den Länderspielen in den kommenden Tagen. Allerdings kassierte Coach Uwe Krupp auch einige Absagen.

Allen Absagen zum Trotz herrscht gute Stimmung bei der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Grund ist die Rückkehr von Torwart Robert Müller gut zwei Monate nach seiner Gehirnoperation. "Er ist unglaublich glücklich, dass er wieder dabei ist", sagte Bundestrainer Uwe Krupp vor dem Länderspiel heute (19.30 Uhr) in Ingolstadt gegen Slowenien, bei dem Müller zumindest auf der Bank sitzen wird.

"Er ist als zweiter Torwart vorgesehen", erläuterte Krupp, der gegen den Weltranglisten-18. erstmals den Berliner Youri Ziffzer einsetzen will. Ein Kurzeinsatz Müllers, dem im November Teile eines bösartigen Hirntumors entfernt wurden, ist aber nicht ausgeschlossen: "Wir müssen sehen, wie es läuft und wie er sich fühlt." Der 26-Jährige hatte am Samstag beim All-Star-Spiel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erstmals seit seiner schweren Erkrankung wieder auf dem Eis gestanden.

"Sehr schöne Geste"

Müller selbst sieht seine schnelle Rückkehr in die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) als "sehr schöne Geste". Für Krupp ist sie auch mit Blick auf die Weltmeisterschaft in Russland (27. April bis 13. Mai) eine gute Nachricht, denn für den Bundestrainer ist der Mannheimer "der Toptorwart in Deutschland". "Wenn er zu hundert Prozent fit ist, ist er natürlich die Nummer eins", betonte Krupp.

Verzichten muss der frühere NHL-Star gegen Slowenien und beim Vierländerturnier am Wochenende in Basel auf eine ganze Reihe Stammspieler, mit denen er eigentlich "den nächsten Schritt nach vorne" auf dem Weg zurück in die Weltelite machen wollte. Sieben Spieler sagten wegen diverser Blessuren kurzfristig ab; vom Kader des B-Weltmeisters, der vor neun Monaten den sofortigen Wiederaufstieg schaffte, sind nur noch elf Akteure dabei.

Neue Gesichter für Coach Krupp

"Eigentlich wollte ich nicht so viel experimentieren", meinte Krupp, "aber so bekomme ich neue Spieler zu sehen, die ich sonst nicht gesehen hätte." Vor ihrem Debüt in der Nationalmannschaft stehen neben Torhüter Ziffzer auch die Verteidiger Robert Dietrich (Düsseldorf) und Rainer Köttstorfer (Krefeld) sowie Stürmer Moritz Müller (Köln).

Auch wenn mit insgesamt elf Spielern unter 25 Jahren die Zukunft des deutschen Eishockeys auf dem Eis steht, ist für Krupp das Spiel in Ingolstadt eine Reise in die Vergangenheit. Denn an der Bande der Slowenen, die im vergangenen Jahr aus der A-Gruppe abstiegen, steht Ted Sator. Der 57-Jährige war Ende der 80er Jahre der NHL-Trainer, der Krupp bei dessen erstem Klub Buffalo Sabres zum Stammspieler machte.

"Er gab mir die Chance, in dieser Mannschaft Fuß zu fassen", erinnert sich der einzige deutsche Stanley-Cup-Sieger, der insgesamt 810 Spiele in der stärksten Eishockey-Liga der Welt bestritt: "Er hatte ziemlich viel Einfluss auf meine Karriere."

Nach dem Spiel gegen Absteiger Slowenien warten in Basel drei erstklassige Gegner auf die DEB-Auswahl. Nach dem Auftaktspiel am Freitag (20.00 Uhr) gegen Gastgeber Schweiz trifft das Krupp-Team am Samstag (16.00 Uhr) auf Mitaufsteiger Österreich und am Sonntag (12.00 Uhr) auf die Slowakei, die bei der WM in Russland Vorrundengegner ist.

© SID

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