Eishockey Nationalmannschaft
DEB-Team nach Sieg gegen Frankreich um Platz zwei

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft spielt nach einem 6:5 gegen Frankreich beim Vierländerturnier am Sonntag gegen den WM-Vorrundengegner Slowakei um den zweiten Platz.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft kommt langsam in Fahrt. Das DEB-Team hat beim WM-Härtetest ihre Ladehemmung behoben und im zweiten Spiel den ersten Sieg gefeiert. Zwölf Wochen vor der Weltmeisterschaft in Kanada setzte sich das Team von Bundestrainer Uwe Krupp beim Vierländerturnier in Lausanne nach einer turbulenten Schlussminute 6:5 (3:2, 2:1, 1:2) gegen WM-Aufsteiger Frankreich durch. Im abschließenden Spiel am Sonntag (12.00 Uhr) gegen den WM-Vorrundengegner Slowakei geht es für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die zum Auftakt 0:2 gegen Gastgeber Schweiz verloren hatte, um Platz zwei.

Der Iserlohner Michael Wolf, Top-Torjäger der Deutschen Eishockey Liga (DEL), war ebenso mit zwei Treffern (12./40.) maßgeblich am fünften Saisonerfolg im neunten Spiel beteiligt wie der Berliner Florian Busch (13./60.), der sieben Sekunden vor Schluss für die Entscheidung sorgte. Der Hamburger John Tripp (12.) und der Mannheimer Christoph Ullmann (36.) erzielten die weiteren Tore zum elften Sieg im 25. Duell mit den Franzosen.

"Das war nicht unser bestes Spiel, wir waren etwas unkonzentriert", meinte Krupp: "Das Positivste war, dass wir einen Weg gefunden haben zu gewinnen. In zwei Monaten fragt keiner mehr wie." Für die DEB-Auswahl, die 2006 mit einem 5:0 gegen die "Equipe Tricolore" den Wiederaufstieg in die A-Gruppe perfekt gemacht hatte, war es der vierte Erfolg nacheinander gegen den Nachbarn. Für den Aufsteiger trafen vor 779 Zuschauern Baptiste Amar (6.), Mathieu Mille (18.), Julien Desrosiers (23.) und Laurent Meunier (46. und 60.).

"Sind mit Frankreich auf Augenhöhe"

"Dieses Spiel ist unser Maßstab. Wir sind mit Frankreich auf Augenhöhe. Sie kämpfen in Kanada wie wir um den Klassenerhalt", hatte Krupp vor dem Vergleich mit dem Weltranglisten-19. erklärt. Den besseren Start erwischten die Franzosen. Robert Müller, der den Berliner Youri Ziffzer im Tor ablöste, hatte in der Anfangsphase alle Hände voll zu tun. Machtlos war der Kölner beim 0:1 durch Amars Schlagschuss von der blauen Linie, als die beiden Iserlohner Chris Schmidt und Wolf auf der Strafbank saßen.

Mehr als elf Minuten, darunter auch 75 Sekunden in 5: 3-Überzahl, dauerte es, bis die deutsche Mannschaft ihr erstes Turniertor erzielte. Gerade als der vierte französische Feldspieler von der Strafbank zurückkam, lenkte Tripp einen Schuss von Jason Holland zu Ausgleich ins Tor. Nur 18 Sekunden später brachte Torjäger Wolf die DEB-Auswahl mit seinem 16. Länderspieltreffer erstmals in Führung. Busch erhöhte weitere 71 Sekunden später nach klugem Zuspiel von Sven Felski auf 3:1.

Doch eine Unaufmerksamkeit brachte Frankreich zurück ins Spiel. Mille, der gerade von der Strafbank zurückkehrte, lief allein auf Müller zu und verkürzte im Nachschuss. Auch dem Ausgleich ging ein Abwehrfehler voraus, Desrosiers stand plötzlich völlig frei vor dem deutschen Tor. Erst gegen Ende des Mitteldrittels spielte die DEB-Auswahl wieder zielstrebiger und nutzte endlich auch ihre Überzahlchancen: Zunächst traf Ullmann zum 4:3, dann fälschte Wolf einen Schuss von Frank Hördler zu seinem 17. Tor im 35. Länderspiel ab. Nach dem Ausgleich durch Meuniers zweites Tor 15 Sekunden vor Schluss nach einem Fehler von Müller sicherte Holland mit seinem ersten Länderspieltor doch noch den deutschen Sieg.

© SID

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