Eishockey Nationalmannschaft
DEB-Team tankt gegen Dänemark Selbstvertrauen

Die "Generalprobe" für die WM in Kanada gewann das deutsche Eishockey-Nationalteam in Bietigheim mit 3:0 gegen Dänemark. Zudem sorgten Marco Sturm und Stefan Ustorf für Freude.

Es war ein perfekter Tag für die deutsche Nationalmannschaft kurz vor der Eishockey-WM in Kanada. Erst erhielt das Team prominente Verstärkung, anschließend bestand es die Generalprobe souverän. Acht Tage vor dem WM-Auftakt besiegte die Auswahl von Bundestrainer Uwe Krupp im letzten Testspiel Dänemark auch ohne zahlreiche Leistungsträger 3:0 (1:0, 1:0, 1:0). Wenige Stunden zuvor hatte NHL-Star Marco Sturm seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft zugesagt, zudem holte Krupp wie angekündigt den ehemaligen Kapitän Stefan Ustorf zurück in die Mannschaft.

Noch ohne die NHL-Profis Sturm, Christoph Schubert (Ottawa Senators) und Dennis Seidenberg (Carolina Hurricanes) sowie Ustorf, dessen Berliner Klubkollegen Sven Felski, Florian Busch und Andre Rankel und die Kölner Robert Müller, Andreas Renz und Philip Gogulla feierte die deutsche Mannschaft souverän den vierten Sieg in Folge gegen Dänemark.

Reimer, Melischko und Seidenberg treffen

Der Düsseldorfer Patrick Reimer (11.) sowie die Ingolstädter Christoph Melischko (27.) und Yannic Seidenberg (60.) erzielten vor 3 215 Zuschauern in der ausverkauften Halle in Bietigheim-Bissingen jeweils in Überzahl die Tore für das DEB-Team. Den angeschlagenen Mannheimer Michael Hackert schonte Krupp, der am Samstag sein 25-köpfiges WM-Aufgebot bekanntgeben will. Einen Tag später fliegt die deutsche Mannschaft bereits nach Halifax, wo sie am 3. Mai in ihrem ersten Spiel auf Ex-Weltmeister Finnland trifft.

Mit im Flieger wird auch "Problembär" Busch sitzen, der einen Dopingtest zunächst verweigert, aber einige Stunden später nachgeholt hatte. Der DEB will bei seinem milden Urteil mit einer Verwarnung, einer Geldstraße und gemeinnütziger Arbeit bleiben, obwohl die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) eine Sperre fordert und die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) sowie das Bundesinnenministerium eingeschaltet hat.

"Wir stehen zu 100 Prozent zu dieser Entscheidung", sagte Reindl am Rande des Länderspiels dem sid. Auch der Weltverband Iihf habe gegenüber der Wada das DEB-Urteil "voll und ganz unterstützt". Der Ex-Nationalspieler kündigte zudem an, gegen den Dopingexperten Werner Franke juristische Schritte einzuleiten. Der Molekular-Biologe hatte den DEB scharf angegriffen und eine Annullierung des entscheidenden Finalspiels um die deutsche Meisterschaft gefordert, in dem Busch für die Eisbären Berlin gegen die Kölner Haie das Siegtor erzielt hatte. "Das Präsidium hat beschlossen, gegen seine Äußerungen gerichtlich vorzugehen", sagte Reindl.

© SID

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