Eishockey Nationalmannschaft
DEB-Team unterliegt auch gegen Österreich

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat beim Vierländerturnier in Basel eine weitere Niederlage kassiert. Nach der 1:3-Pleite gegen die Schweiz musste sich das Krupp-Team auch Österreich mit 4:6 geschlagen geben.

Auch im zweiten Nachbarschaftsduell innerhalb von 22 Stunden mussten sich die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft am Ende geschlagen geben. Nachdem die DEB-Auswahl bereits gegen die Schweiz mit 1:3 den Kürzeren zog, unterlag das ersatzgeschwächte Team von Bundestrainer Uwe Krupp im zweiten Spiel des Vierländerturniers in Basel mit 4:6 (1:2, 1:2, 2:2) gegen Österreich. Gegen den Mitaufsteiger machte sich elf Wochen vor der WM in Russland (27. April bis 13. Mai) das Fehlen von zwölf Stammspielern noch deutlicher bemerkbar als am Vortag gegen den Gastgeber.

Krupp:"Sehr enttäuschend"

"Das war sehr enttäuschend. Wir haben so gekämpft und sind wieder ins Spiel gekommen. Aber dann haben wir kurz vor Schluss den Österreichern den Sieg erlaubt", meinte Krupp. Nach Ausreden wollte er allerdings nicht suchen: "Für die Art und Weise wie wir verloren haben gibt es keine Entschuldigung. Das hat auch nichts mit Unerfahrenheit zu tun."

Vor 567 Zuschauern in der St.-Jakob-Arena brachte der Nürnberger Petr Fical die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zwar in der dritten Minute in Führung. Durch Jeremy Rebek (7. ), Thomas Koch (8.), Robert Lukas (24.) und Markus Peintner (35.) gerieten die Deutschen dann aber 1:4 in Rückstand. Die Aufholjagd des Krupp-Teams, das am Sonntag (12.00 Uhr) zum Abschluss auf die Slowakei trifft, leitete der Ingolstädter Björn Barta (40.) ein. Der Mannheimer Christoph Ullmann (47.) und der Düsseldorfer Daniel Kreutzer (58.) sorgten sogar noch für den Ausgleich, ehe nur Sekunden später Oliver Setzinger (59.) und Philippe Lakos 55 Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Tor die neunte deutsche Niederlage im 34. Vergleich besiegelten.

Krupp stellte Sturmreihen um

Krupp hatte gegenüber dem 1:3 gegen die Schweiz alle Sturmreihen umgestellt; zudem kam Björn Barta, der am Freitag noch wegen Rückenproblemen pausiert hatte, zum Einsatz. Die Umstellungen schienen sich zunächst auszuzahlen, denn das DEB-Team erwischte einen Start nach Maß. Bereits nach 129 Sekunden lenkte Fical einen Schlagschuss von Verteidiger Felix Petermann zur Führung ab. Die Nürnberger Powerplay-Koproduktion war der elfte Treffer für Fical im 67. Länderspiel.

Danach allerdings brachte sich die deutsche Mannschaft durch unnötige Strafzeiten selbst aus dem Rhythmus. Als der Düsseldorfer Daniel Kreutzer und der Kölner Kapitän Andreas Renz, der sein 150. Länderspiel bestritt, auf der Strafbank saßen, glich Rebek mit einem Schlagschuss von der blauen Linie aus. Beim 1:2 durch Welser nur 110 Sekunden später saß der Kölner Moritz Müller noch draußen, Renz war gerade wieder zwei Sekunden auf dem Eis. Wenig später schied Müller mit einer Ellbogenverletzung aus.

Aufholjagd reichte nicht mehr

Im zweiten Drittel kam es noch schlimmer: Robert Lukas schloss einen Konter zum 1:3 ab, ehe Peintner nach einem katastrophalen Abspielfehler von Björn Barta allein auf Torhüter Dimitrij Kotschnew zulief und den Iserlohner um vierten Mal überwand. 17 Sekunden vor der zweiten Drittelpause machte Björn Barta allerdings seinen Fehler wieder gut, als er in Überzahl traf. Ancickas 3:4 war das dritte deutsche Powerplay-Tor. Am Ende reichte aber auch die Aufholjagd nicht mehr.

Tags zuvor gegen den Olympia-Sechsten Schweiz hatte die DEB-Auswahl erst nach gut 30 Minuten ihren Respekt vor dem Erzrivalen abgelegt. "Wir haben einige Neulinge und relativ unerfahrene Spieler, die erst im zweiten und letzten Drittel herausgefunden haben, wie man auf diesem Niveau spielen muss", sagte Krupp: "Im ersten Drittel haben wir den Schweizern zu viel Raum gelassen und nur zugeguckt.

Nach dem frühen Doppelschlag durch Steve Hirschi (8.) und Paul Dipietro (9.) kam nach dem Anschlusstor durch den Iserlohner Michael Wolf (37.) kurz Hoffnung auf, doch nach dem 1:3 durch Patric Della Rossa (39.) hatte die schwarze Serie gegen die Schweiz weiter Bestand: Bereits seit neun Spielen hat das DEB-Team nicht mehr gegen die Eidgenossen gewonnen.

© SID

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