Eishockey Nationalmannschaft
DEB und Poss gehen getrennte Wege

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft wird ab sofort nicht mehr von Greg Poss betreut. Der Coach hatte den Verband wegen eines Angebotes aus Mannheim um die Auflösung seines Kontraktes gebeten.

Greg Poss hat einen Schlussstrich unter sein Engagement als Bundestrainer gezogen. Der 40 Jahre alte US- Amerikaner löste am Mittwoch nach 439 Tagen den Vertrag beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) mit sofortiger Wirkung auf und unterschrieb stattdessen einen Kontrakt beim Rekordmeister der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bis zum Jahr 2008. Die auf den zehnten Rang abgestürzten Adler hatten zuvor ihren Coach Stephane Richer entlassen.

Krupp erster Kandidat

Erster Kandidat auf die Poss-Nachfolge beim DEB ist nun der bisherige Assistenzcoach Uwe Krupp. "Er ist unser erster Ansprechpartner. Wir werden uns in den kommenden Tagen beraten, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen", sagte DEB-Generalsekretär Franz Reindl auf sid-Anfrage.

"Greg sucht in Mannheim eine neue Herausforderung und der DEB will sein Ansinnen unterstützen. Ich denke, wir ermöglichen ihm mit der Vertragsauflösung eine große Chance", meinte Reindl. Die Entscheidung über die Nachfolge müsse allerdings möglichst schnell fallen: "Wir stehen mitten in den Planungen für die Olympischen Spiele. In der kommenden Woche muss der Kader für Turin stehen", sagte Reindl weiter.

Poss freut sich unterdessen auf seine neue Aufgabe. "Ich denke mit den Voraussetzungen und dem hervorragenden Umfeld in Mannheim auch dem deutschen Eishockey in seiner Weiterentwicklung helfen zu können", sagte der frühere Erfolgscoach der Nürnberg Ice Tigers in einer ersten Stellungnahme.

Dennoch ist die Aufgabe wohl alles andere als einfach. Der frühere Serienmeister Mannheim ist in dieser Saison schwer abgestürzt und droht erstmals seit Jahren die Play-offs zu verpassen. Nach der 3:5-Niederlage bei den Hannover Scorpions sind die Adler mit nur 42 Punkten Tabellenzehnter in der DEL. Dabei war der Vorjahresfinalist mit großen Ambitionen und der neuen Arena im Rücken in die Saison gestartet.

"Abstand zu den Play-off-Plätzen zu groß"

So kam die Entlassung von Richer nach 16 Niederlagen in 30 Partien fast zwangsläufig. "Wir mussten uns zu diesem Schritt entscheiden. Der Abstand zu den Play-off-Plätzen war zu groß", begründete Adler-Manager Marcus Kuhl die Entscheidung.

Neben dem Franko-Kanadier mussten auch die beiden Co-Trainer Jackson Penney und Anders Olsson gehen. Bereits am Donnerstag wird Poss um 9.00 Uhr die Arbeit in Mannheim aufnehmen, seinen Einstand hinter der Bande wird er am Freitag in der Partie bei den Krefeld Pinguinen feiern.

© SID

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