Eishockey Nationalmannschaft
Deutsche Kufencracks wieder erstklassig

Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hat bei der B-WM in Amiens den Wiederaufstieg perfekt gemacht. Im letzten Spiel schlug das Team von Bundestrainer Uwe Krupp Frankreich mit 5:0 (2:0, 3:0, 0:0).

Durch einen 5:0 (2:0, 3:0, 0:0)-Sieg über Frankreich hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft die Rückkehr in die Eishockey-Weltspitze perfekt gemacht. Das junge Team von Bundestrainer Uwe Krupp sicherte sich durch den souveränen Sieg über Gastgeber Frankreich den Turniersieg bei der B-WM in Amiens. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die vor knapp einem Jahr bei der WM in Österreich als Vorletzter abgestiegen war, überzeugte mit der eindrucksvollen Bilanz von fünf Siegen in fünf Spielen und 34:4 Toren.

Bundestrainer Krupp wird nach dem erfolgreichen Unternehmen Wiederaufstieg aller Voraussicht nach im Amt bleiben. Nach dem entscheidenden Sieg gegen Frankreich deutete alles auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem früheren NHL-Profi hin. Der DEB lädt nach dem Spiel zu einer Pressekonferenz, auf der er sich zur Zukunft äußern wollte.

Krupp mit ausgeglichener Bilanz

Krupp, der am 15. Dezember 2005 das Amt von seinem erfolglosen Vorgänger Greg Poss übernommen hatte, kann nach viereinhalb Monaten eine ausgeglichene Bilanz vorweisen: Von 18 Spielen gewann der zweimalige Stanley-Cup-Sieger acht, verlor acht und sah zwei Unentschieden. Nach Platz zehn bei den Olympischen Spielen erreichte der 40-Jährige das wichtigste Saisonziel, die sofortige Rückkehr in die Weltelite Damit darf die DEB-Auswahl im kommenden Jahr bei der A-WM in Moskau und St. Petersburg wieder gegen die Top-Teams antreten.

Verteidiger Sascha Goc von den Hannover Scorpions mit seinen Turniertoren Nummer fünf und sechs (10., 12.), Zweitliga-Profi Martin Ancicka von den Eisbären Regensburg (28.), der Hamburger Alexander Barta (34.) und NHL-Profi Marco Sturm (37.) schossen vor 3 500 Zuschauern den sechsten Sieg der DEB-Auswahl in Folge heraus. Zuletzt hatte eine deutsche Nationalmannschaft 1974 eine derartige Erfolgsserie hingelegt. Gegen den Weltranglisten-19. war es zudem nach zuletzt drei Niederlagen der erste WM-Sieg seit 13 Jahren.

"Wenn du im Finale stehst, hast du immer eine gewisse Nervosität. Das ist gut so, denn du brauchst das Adrenalin, und das kriegst du nur durch Nervosität", hatte Krupp vor dem Endspiel um den Aufstieg gesagt. Seine Mannschaft hatte ihre Nervosität gut im Griff, von Beginn an ging sie hoch konzentriert zur Sache.

Goc bricht den Bann

Blieb die erste Überzahlsituation noch ohne Erfolg, gelang gleich bei der zweiten numerischen Überlegenheit das verdiente Führungstor: Der Kölner Tino Boos gewann das Bully im französischen Drittel und passte auf Goc, der mit einem Schlenzer in den Winkel seinen fünften Turniertreffer erzielte - gerade sechs Sekunden lang war das DEB-Team in Überzahl gewesen.

Auch danach lief alles so, wie es sich Krupp vorgestellt hatte. "Jeder ist hundertprozentig bei der Sache. Dies ist eine konzentrierte, ernste Mannschaft, die aus einem Grund hier ist: um aufzusteigen", sagte der Bundestrainer und sah sich auf dem Eis bestätigt. Goc nutzte seine zweite Schusschance von der blauen Linie zu seinem sechsten WM-Tor. Auf der Gegenseite machte der sichere Torhüter Robert Müller die Möglichkeiten der Gastgeber, besonders in zwei Powerplay-Situationen, zunichte.

Als Ancicka mit dem insgesamt elften Verteidigertor der deutschen Mannschaft das 3:0 erzielte, war die Vorentscheidung gefallen. Barta ließ nach schöner Einzelleistung das 4:0 folgen. Bei 5:3-Überzahl schlug dann NHL-Star Sturm zu: Nach mustergültiger Vorarbeit der Verteidiger Goc und Anton Bader verbuchte der Stürmer der Boston Bruins sein viertes Turniertor. "Marco ist ein Führungsspieler und eine Persönlichkeit in der Kabine. Er passt perfekt in diese Mannschaft", lobte Krupp den 27-Jährigen, der sich ganz in den Dienst des Teams stellte und nicht in erster Linie auf seine Scorerpunkte schaute.

© SID

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