Eishockey Nationalmannschaft
Deutsches Team beweist gegen Slowakei WM-Form

Zum Abschluss des Vierländerturniers in Lausanne hat die deutsche Nationalmannschaft einen 4:1-Sieg gegen die Slowakei gefeiert und so die nötige Form für die kommende WM bewiesen.

Die deutsche Nationalmannschaft ist bereit für die Weltmeisterschaft in knapp drei Monaten in Kanada. Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp sicherte sich durch ein 4:1 (0:0, 1:0, 3:1) gegen Ex-Weltmeister Slowakei zum Abschluss des Vierländerturniers in Lausanne den zweiten Platz. Mit zwei Siegen und einer Niederlage verbuchte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei der vierten Teilnahme in der Schweiz ihr bestes Resultat.

Vor allem gegen den WM-Vorrundengegner Slowakei überzeugte das Krupp-Team mit einer konzentrierten und taktisch disziplinierten Leistung. Beim 6:5-Pflichtsieg tags zuvor gegen WM-Aufsteiger Frankreich hatte die DEB-Auswahl ebenso wie bei der 0:2-Auftaktniederlage gegen die Schweiz dagegen noch viele Schwächen offenbart und nur phasenweise WM-Ansprüchen genügt.

83 Tage vor dem WM-Auftakt in Halifax gegen Finnland sicherten Manuel Klinge vom Zweitligisten Kassel Huskies (34.), die Berliner Sven Felski (41.) und Florian Busch (45.) sowie der Mannheimer Christoph Ullmann (59.) der deutschen Mannschaft den 13. Sieg im 36. Vergleich mit dem Weltmeister von 2002, der allerdings ohne zahlreiche Leistungsträger antrat.

Ziffzer als starker Rückhalt im DEB-Tor

Zuvor hatte der Ingolstädter Michael Bakos mit einem Postenschuss Pech gehabt (25.). Starker Rückhalt im DEB-Team war der Berliner Torhüter Youri Ziffzer, der schon gegen die Eidgenossen fehlerlos gehalten hatte und nur von Juraj Kolnik überwunden wurde (46.).

Krupp konnte in Lausanne fast sein bestes Team aufbieten. Lediglich der erkrankte Torwart Dimitrij Kotschnew sowie die angeschlagenen Daniel Kreutzer und Sascha Goc fehlten, zudem standen die deutschen NHL-Legionäre nicht zur Verfügung. Bis zur WM in Kanada (2. bis 18. Mai) wird es deshalb nur wenig personelle Änderungen geben. "Auf diesem Niveau hast du nicht viele Optionen", meinte der Bundestrainer: "Es gibt nicht so viele Spieler, die dieses Tempo gehen können. Die, die es können, waren hier."

Beim 6:5 gegen Frankreich hatten Krupp seine WM-Stammspieler, die im vergangenen Jahr in Russland mit Platz neun überzeugt hatten, noch enttäuscht. "Das war nicht unser bestes Eishockey", urteilte der ehemalige NHL-Profi nach dem glücklichen Erfolg durch ein Tor von Florian Busch sieben Sekunden vor Schluss: "Das Positivste war, dass wir einen Weg gefunden haben zu gewinnen. In zwei Monaten fragt keiner mehr, wie."

Krupp: "Da waren wir unkonzentriert"

Zweimal gab sein Team einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand. Nach Treffern von John Tripp (12.), Michael Wolf (12.) und Busch (13.) führte die DEB-Auswahl zunächst mit 3:1, später nach Toren von Christoph Ullmann (36.) und erneut Wolf (40.) noch einmal mit 5:3. "Da waren wir unkonzentriert. Das reicht schon, um aus einem Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe ein Zitterspiel zu machen", sagte Krupp, für den der Vergleich mit dem Weltranglisten-19. der wichtigste Maßstab war: "Sie kämpfen wie wir bei der WM um den Klassenerhalt."

Dass der Mannschaft zu höheren Zielen noch einiges fehlt, hatte die 0:2-Niederlage gegen Gastgeber Schweiz bewiesen. Gegen die Nummer acht der Welt, die in vier der vergangenen fünf Jahren das WM-Viertelfinale erreichte, fehlte vor allem die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. "Im Endeffekt brauchst du Glück oder oder einen Fehler des Gegners, das hatten wir nicht", meinte Krupp.

© SID

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