Eishockey Nationalmannschaft
Deutschland schrammt am Finale vorbei

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat das Finale beim Deutschland-Cup verpasst. Gegen den Erzrivalen Schweiz verlor die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp 2:3 nach Penaltyschießen und spielt nun um Platz drei.

Nach neun Spielen ohne Niederlage hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft wieder eine Pleite einstecken müssen. Die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp verlor beim Deutschland-Cup 2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:0, 0:1) gegen Erzrivale Schweiz und verpasste gleichzeitig das Finale. Trotz eines 2:0-Vorsprungs spielt Deutschland damit am Sonntag (15.30 Uhr/live bei Premiere) gegen Kanada nur um Platz drei. Im Finale treffen die Eidgenossen auf Ex-Weltmeister Slowakei.

Schweiz bleibt Angstgegner

Mit der 44. Niederlage im 120. Vergleich setzte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zugleich ihre schwarze Serie gegen den Nachbarn fort. Seit dem letzten Erfolg am 3. April 2004 (3:2) hat sie nun in acht Spielen sieben Niederlagen und nur ein Remis bei Olympia in Turin (2:2) erzielt. Die Nürnberger Anton Bader (9.) und Petr Fical (15.) brachten das DEB-Team 2:0 in Führung. Beat Forster (28.), Patrick Bärtschi (60.) glichen in der regulären Spielzeit aus. Den entscheidenden Penalty verwandelte Paul Di Pietro.

Die deutsche Mannschaft begann - ganz anders als beim mühsamen 5:4 gegen Japan - sehr konzentriert. Wie von Krupp gefordert schaltete sie schnell von Defensive auf Offensive um und überraschte die Schweizer mit schnellen Vorstößen. Zudem funktionierte das Überzahlspiel: Bader, der den Puck in den Winkel setzte, erzielte bereits das vierte Powerplay-Tor der DEB-Auswahl im Turnier.

Fical trifft in Unterzahl

Dass Krupp bei seiner Auswahl der Spieler auf Schnelligkeit und Fitness setzt, zahlte sich beim 2:0 aus. Als der Nürnberger Michael Bakos auf der Strafbank saß, nutzte dessen Klubkollege Fical eine Unaufmerksamkeit der Schweizer zu einem schnellen Konter und überwand Torhüter Jonas Hiller mit einem Unterzahltreffer.

Krupp hatte gegenüber dem Japan-Spiel erneut umgestellt. Der Deutsch-Kanadier John Tripp und die beiden Mannheimer Christoph Ullmann und Eduard Lewandowski, die am Mittwoch beim 4:4 im Testspiel gegen Kanada überzeugt hatten, kehrten nach einer Partie Pause zurück ins Team. Im Tor erhielt der Iserlohner Dimitrij Kotschnew eine Chance.

Der 25-Jährige bekam im zweiten Drittel deutlich mehr zu tun, weil die Gäste besser ins Spiel kamen, die Deutschen aber auch zahlreiche unnötige Strafzeiten kassierten. Als der Kölner Lasse Kopitz draußen saß, kam die Schweiz auf kuriose Weise zum Anschlusstreffer: Ullmann lenkte die Scheibe unglücklich an die Latte des deutschen Tores, Forster drückte sie über die Linie.

Wolf verpasst Vorentscheidung

Sekunden zuvor hatte Michael Wolf noch das 3:0 und damit eine Vorentscheidung verpasst: Bei einem weiteren schnellen Gegenangriff in Unterzahl verfehlte der Iserlohner nach Zuspiel von Sven Felski das Tor. Im Schlussabschnitt gelang Bärtschi 31 Sekunden vor dem Ende noch der Ausgleich.

Zuvor hatte sich Ex-Weltmeister Slowakei durch ein 5:2 (1:2, 2:0, 2:0) gegen Kanada Platz eins in der Gruppe B und damit den Finaleinzug gesichert. Um Platz fünf spielen am Sonntag (12.00 Uhr) Japan und Lettland, die erstmals am Deutschland-Cup teilnehmen.

© SID

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