Eishockey Nationalmannschaft
"Eidgenossen" bleiben Angstgegner der DEB-Auswahl

Die Generalprobe für die Olympia-Qualifikation hat die deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gründlich verpatzt. Gegen den Angstgegner aus der Schweiz gab es eine 1:2-Niederlage.

Mit einer Niederlage gegen ihren Angstgegner hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ein turbulentes Jahr abgeschlossen. Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp verlor das letzte Länderspiel 2008 in Hamburg 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:1) nach Verlängerung gegen die Schweiz und baute seine schwarze Serie gegen den Erzrivalen weiter aus. Von den vergangenen 15 Duellen mit den Eidgenossen gewann die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) nur eines.

Das Krupp-Team, für das vor 6 057 Zuschauern lediglich der Hamburger John Tripp (33.) traf, verpatzte damit auch die Generalprobe für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2010. Im Februar muss die DEB-Auswahl in Hannover das Viererturnier gegen Japan, Österreich und Slowenien gewinnen, um das Ticket für Vancouver zu lösen. Mathias Joggi (26.) und Duri Camichel (62.) besiegelten die 50. Niederlage im 127. Vergleich mit der Schweiz.

"Sportlich ist unsere Bilanz positiv. Wir haben uns um einen Platz in der Weltrangliste verbessert", hatte Krupp bereits vor dem Kehraus im Rückblick auf das Jahr 2008 erklärt, das vor allem vom Fall des Dopingtest-Verweigerers Florian Busch überschattet war. Für den Bundestrainer war der Jahresabschluss ein Test unter erschwerten Bedingungen. Weil die Deutsche Eishockey Liga (DEL) für Dienstag und Donnerstag Spiele angesetzt hatte, standen ihm längst nicht alle Stammspieler zur Verfügung. "Damit müssen wir leben. Es ist so, wie es ist", sagte Krupp fatalistisch.

So gab der ehemalige NHL-Profi erneut der zweiten Garde eine Chance, sich für größere Aufgaben zu empfehlen. Torhüter Dennis Endras von den Augsburger Panthern gab ebenso sein Debüt im A-Team wie der Düsseldorfer Verteidiger Korbinian Holzer. Sie lernten gleich das internationale Niveau kennen, weil die Schweizer - auch mit vielen neuen Gesichtern - von Beginn an Druck machten.

Schweizer Defensive kaum zu knacken

"Die Schweiz ist eine der besten defensiven Mannschaften der Welt", hatte Krupp gesagt. Und die Eidgenossen machten diesem Ruf alle Ehre: Selbst bei vier Überzahlspielen im ersten Drittel kam die deutsche Mannschaft zu keiner nennenswerten Torchance. Darüber hinaus bewiesen die Gäste auch ihre Offensivstärke und verschafften Goalie Endras jede Menge Arbeit.

Folgerichtig gingen die Schweizer in Führung. Als eine Strafe gegen die DEB-Auswahl angezeigt war und ein sechster Feldspieler für die Eidgenossen auf dem Eis stand, überwand Joggi den starken Endras. Erst nach dem Ausgleich durch Lokalmatador Tripp, der in 4: 3-Überzahl traf, wachte die deutsche Mannschaft auf. Nun erspielte sich das Krupp-Team auch Torchancen und war ein ebenbürtiger Gegner.

© SID

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