Eishockey Nationalmannschaft
Ersatzgeschwächte DEB-Auswahl schlägt Weißrussland

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat den drittletzten Test vor der WM gegen Weißrussland 4:2 (3:0, 1:1, 0:1) gewonnen. Am Montag folgt der zweite Vergleich.

Trotz des Fehlens zahlreicher Stammspieler ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zwei Wochen vor dem WM-Auftakt in Kanada zu einem 4:2 (3:0, 1:1, 0:1) gegen den WM-Elften Weißrussland gekommen. Dabei legte die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp in Crimmitschau einen Blitzstart hin. Das zweite Match beider Teams findet am Montag (19.30 Uhr) in Dresden statt.

"Wir hatten einen guten Start erwischt, dieses Polster hat uns das Spiel gewonnen", meinte Krupp: "Die Jungs waren von Anfang an richtig aufgepumpt. Schon vor dem Spiel herrschte in diesem Stadion Volksfeststimmung."

Vor 5 134 Zuschauer im Sahnpark legte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) wie die Feuerwehr los und führten nach 5:45 Minuten bereits 3:0 und hatten so den Grundstein für den 4. Sieg im 10. Länderspiel (zwei Remis) gegen diesen Rivalen gelegt. Michael Waginger nutzte in der 3. Minute die erste Überzahl, nur 38 Sekunden später legte Jason Holland nach. Den dritten Treffer innerhalb von 201 Minuten erzielte Michael Wolf.

Erst nach einer Viertelstunde befreiten sich die Weißrussen vom Druck, die zweimalige Überzahl bis zur ersten Drittelpause nutzten sie aber nicht. Im zweiten Abschnitt erhöhte Andre Reiss (24.) für den WM-Neunten auf 4:0. Für das Team von Headcoach Curt Fraser, in der Weltrangliste zwei Positionen vor den elftplatzierten Deutschen, trafen Dimitri Meleskow (35.) und Aleksander Makritsky (53.).

Krupp muss auf zehn Akteure verzichten

Krupp musste auf zehn Akteure verzichten, die für Berlin und Köln in den DEL-Finals auflaufen. Diese Profis sind erst bei der WM-Generalprobe am 25. April in Bietigheim gegen den WM-Zehnten Dänemark wieder mit dabei. Die NHL-Profis Marco Sturm, Denis Seidenberg, Marcel Goc, Christoph Schubert, Christian Ehrhoff und Thomas Greiss stoßen erst am 27. April zur Mannschaft, wenn diese in Halifax ihr Quartier bezieht. Erster Kontrahent bei den Titelkämpfen in Kanada (2. bis 18. Mai) ist am 3. Mai Vize-Weltmeister Finnland.

Im Kunsteisstadion des westsächsischen Zweitligisten ETC Crimmitschau herrschte nach dem Traumstart Volksfeststimmung. Die Eishockey-verrückte Kleinstadt mit ihren rund 21 000 Einwohnern war erst zum zweiten Mal Heimspielort der DEB-Auswahl, nach der Niederlage zur Premiere vom November 1999 gegen die Slowakei (2:3) gelang der riesig gefeierte erste Triumph. Deutschland weist in dieser Saison mit sieben Erfolgen in 13 Länderspielen nun eine positive Bilanz auf.

Bei der WM stehen neben dem Auftaktspiel gegen Finnland bislang die Begegnungen mit der Slowakei (5. Mai) und Norwegen (7. Mai) fest. Das letzte Match gegen die Weißrussen hatte es beim Championat im Mai 2007 gegeben, da setzte sich das DEB-Team mit 6:5 knapp durch.

© SID

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